Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl
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nach Dr. Pohl®
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Wadenschmerzen, Unterschenkelschmerzen

Wadenschmerzen, Unterschenkelschmerzen, Wadenkrämpfe durch Verspannungen in Muskeln, Faszien, Bindegewebe/Faszien. Was schmerzt und wo? Ursachen von Wadenschmerzen, Unterschenkelschmerzen, Wirkungsvolle und nachhaltige Körpertherapie.

Waden- und Unterschenkelschmerzen - was schmerzt?

Bei chronischen oder immer wieder kehrende Waden- oder Unterschenkelschmerzen schmerzen fast immer

  • verspannte Muskeln
  • bzw. die Faszien der Muskeln und/ oder
  • das verspannte Bindegewebe / Faszien der Haut und Unterhaut auf diesen Muskeln.

Auch wenn sich die Schmerzen oft anfühlen, als kämen sie von tief innen im Bein, kommen sie doch aus Muskeln oder Bindegewebe/Faszien. Diese Dauerkontraktionen lassen sich bewusst nicht lösen, so sehr man sich auch bemüht. Von außen fühlen sich verspannte Waden und Unterschenkel hart an.

Vor allem bei akut auftretenden, starken Wadenschmerzen sollten Sie zunächst beim Arzt organische Ursachen ausschließen lassen: Gefäßkrankheiten wie Thrombose, arterielle oder venöse Insuffizienz, Raucherbein, aber auch Wund-Infektionen.

Wadenschmerzen, Unterschenkelschmerzen - wie fühlen sie sich an?

Wadenschmerzen An den Unterschenkeln kommt es oft zu ziehenden, bohrender Schmerzen, die sich bei bestimmten Bewegungen verstärken (z.B. beim Treppensteigen, in die Knie gehen, Skifahren, etc.). Die Schmerzen können kontinuierlich andauernd sein oder immer wieder plötzlich als Krampf auftreten.
Häufig kommen die Schmerzen bei oder nach starker Beanspruchung (z.B. bei längerem Joggen, beim Heben von Gewichten, nach einer Bergwanderung). Die Schmerzen können so stark werden, dass man den Lauf unterbrechen muss, ein paar Tage kaum gehen kann etc.

Waden- und Unterschenkelschmerzen - vor allem Wadenkrämpfe - können aber auch bei oder nach Ruhigstellung auftreten(oft nachts nach längerem Liegen).

Schmerzen an den Unterschenkeln sind fast immer mit Bewegungseinschränkungen im Sprunggelenk, Fuß oder Knie verbunden. Man kann

  • das/die Sprunggelenk/e schlecht beugen oder strecken
  • den Fuß/die Füße schlecht abrollen
  • die Zehen schlecht beugen oder strecken,
  • die Knie schlecht durchstrecken
  • nicht auf die Innen- oder Außenkante der Füße/des Fußes gehen.

WadenschmerzenWadenschmerzenWadenschmerzenWadenschmerzenWadenschmerzen


Wadenschmerzen, Unterschenkelschmerzen - wo schmerzt es?
Und was sind die Ursachen?

Weitaus am häufigsten schmerzen die Unterschenkel an den Waden, also hinten. Je nachdem, wo genau es schmerzt und welche Bewegung eingeschränkt ist,

  • sind andere Wadenmuskeln bzw. Bindegewebspartien betroffen
  • sind die Schmerzen auf andere Ursachen zurück zu führen

Lesen Sie hier über die unterschiedlichen Formen und Ursachen von Wadenschmerzen: Verschiedene Wadenschmerzen - verschiedene Ursachen und über Wadenkrämpfe - Ursachen.

Außer an den Waden können Unterschenkel auch vorn am Schienbein, an den Außenseiten und an den Innenseiten schmerzen. Eine Beschreibung der verschiedenen Unterschenkel-Schmerzen und ihrer Zusammenhänge finden Sie unter
Schmerzen am Unterschenkel vorn ("Schienbeinschmerzen") - Ursachen
Schmerzen am Unterschenkel außen - Ursachen
Schmerzen am Unterschenkel innen - Ursachen


Wadenschmerzen, Unterschenkelschmerzen - häufige Begleiter

Oft beschränken sich die Schmerzen nicht auf die Waden oder sonstige Teile der Unterschenkel, sondern es gibt zusätzlich Schmerzen am Oberschenkel, in der Kniekehle, am Fuß oder im Sprunggelenk (mehr dazu unter Oberschenkelschmerzen vorn, Oberschenkelschmerzen hinten, Fußbeschwerden, Knieschmerzen). Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle können zu den Schmerzen an Waden oder Unterschenkeln hinzukommen. Näheres dazu finden Sie unter Andere Missempfindungen. Häufige Begleiter speziell von Wadenschmerzen sind Achillessehnenschmerzen. In manchen Fällen kommt es bei Unterschenkelschmerzen auch zu schwer erträglichen Unruhegefühlen in den Beinen (siehe Unruhige Beine, Restless legs).


Wadenschmerzen, Unterschenkelschmerzen - was kann man dagegen tun?

Vom weit verbreiteten Dehnen der Unterschenkelmuskeln wird abgeraten, da Dehnen auf Dauer die Verkürzung der Unterschenkelmuskeln verstärkt und damit die Schmerzen oft noch verschlimmert. Wie man Unterschenkelschmerzen und auch ihre Begleitbeschwerden wirkungsvoll behandelt, steht unter Therapie der Unterschenkelschmerzen.

Therapeuten, die Unterschenkel- und Wadenschmerzen professionell und nachhaltig behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste.

Verschiedene Wadenschmerzen - verschiedene Ursachen

Wadenschmerzen aus Dauerkontraktionen der verschiedenen Wadenmuskeln, -faszien und Bindegewebspartien. Ursachen unterschiedlicher Wadenschmerzen und Wadenverspannungen.

Chronische Wadenschmerzen gehen von verspannten Wadenmuskeln bzw. deren Faszien und/oder vom Bindegewebe / Faszien auf diesen Muskeln aus.

Funktionen (und Störungsmöglichkeiten) der Wadenmuskeln
Funktionen (und Störungsmöglichkeiten) der Wadenmuskeln
Alle Wadenmuskeln zusammen heben beim Gehen die Ferse des hinteren Fußes mitsamt dem Körpergewicht hoch und leiten damit die Abrollbewegung ein. Von der Kraft her tragen die großen Wadenmuskeln (Gastrocnemius und Soleus) am meisten zum Transport des Körpergewichts beim Gehen bei.

Einzelne Wadenmuskeln haben außerdem noch andere Aufgaben:
  • Die Gastrocnemius-Muskeln beugen auch die Knie.
  • Die Zehenbeuger krümmen auch die Zehen.
  • Die Tibialis-posterior-Muskeln ziehen auch die Innenseite der Füße hoch und stabilisieren damit den Fuß beim Abrollen.

Wadenschmerzen aus Muskeln, Faszien und Bindegewebe

Wadenschmerzen Myofasziale Wadenschmerzen sind meist ziehend oder bohrend und verstärken sich oft nach starker Beanspruchung (z.B. bei längerem Joggen, Heben von Gewichten, nach einer Bergwanderung). Die Schmerzen können so stark werden, dass man sich ein paar Tage kaum bewegen kann.

Schmerzen aus dem Bindegebe der Haut und Unterhaut sind häufig brennend und können auch im Ruhezustand besonders "nervend" sein. Je nachdem, was genau in Dauerkontraktion ist, gibt es gibt es unterschiedliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an unterschiedlichen Stellen der Waden, Kniekehlen und Füße.

Ursachen

Schmerzhafte Waden-Verspannungen sind je nach betroffenen Muskeln und Bindegewebsparten auf unterschiedliche Ursachen zurück zu führen. Welche Ursachen genau in Frage kommen, steht auf dieser Seite unter


Schmerzen aus den großen Wadenmuskeln-

Fehlhaltungen, falsches Sitzen und Stehen, falscher Sport, falsche Schuhe

Gastrocnemius-MuskelnDie großen Wadenmuskeln (Gastrocnemius- und die Soleus-Muskeln) verleihen der Wade ihre charakteristische Form und münden in die Achillessehnen.
Wadenschmerzen aus den großen Wadenmuskeln sind meist großflächig, häufig erstrecken sie sich auf die ganze Wade - einseitig oder beidseitig.

Gehen die Schmerzen vom Gastrocnemius-Muskel aus, schmerzen häufig auch die Kniekehle und der oberste Teil der Wade, da dieser Muskel am Oberschenkel-Knochen unten ansetzt (siehe auch Knieschmerzen). Bei Dauerkontraktion dieses Muskels kann man oft das Knie nicht mehr ganz strecken.

Rechter Soleus-MuskelDie Soleus-Muskeln befinden sich auf jeder Seite unter den Gastrocnemius-Muskeln und schmerzen jeweils nur an der Wade (nicht bis in die Kniekehle).

Wadenschmerzen aus den großen Wadenmuskeln treten häufig zusammen oder alternierend mit Schmerzen an den Achillessehnen auf (siehe auch Achillessehnenschmerzen).
Bei Wadenkrämpfen krampft und schmerzt oft nur ein einzelner Strang der großen Wadenmuskeln.

Schmerzen in den großen Wadenmuskeln können beidseitig oder einseitig auftreten. Je nachdem haben sie unterschiedliche Ursachen.

Beidseitige Wadenschmerzen - Ursachen

Hohlkreuzhaltung

HohlkreuzhaltungÜberaufgerichtet mit zurück gebeugtem Oberkörper zu stehen und zu gehen, ist die häufigste Ursache von beidseitigen Wadenschmerzen (mehr zu dieser Fehlhaltung unter Startmuster). Die Knie sind dabei durchgedrückt. Das Gehen findet ohne Becken- und Rumpfbeteiligung statt, was zur Überlastung der Beinmuskeln führt. Durch die Gewichtsverlagerung nach hinten kommen die Waden beim Stehen und Gehen in eine Dauerspannung, was mit der Zeit zu Wadenschmerzen führt.

Diese Wadenschmerzen treten häufig zusammen mit Oberschenkelschmerzen vorn und Knieschmerzen vorn auf, aber auch mit Kreuzschmerzen, Schmerzen im unteren Rücken (Kreuzschmerzen bei Startmuster).

Stehen und Gehen mit gebeugten Knien

gebeugten KnienManche Menschen haben die Gewohnheit, mit ständig gebeugten Knien zu stehen und zu gehen, was die Wadenmuskeln in Dauerspannung bringt. Die Gewohnheit entsteht heute manchmal durch falsch verstandenes Tai-Chi und Chi-Gong, ansonsten auch durch eine gebeugte Haltung und fehlende Beckenbewegung.

Falsches Sitzen

Häufiger noch haben ständig gebeugte Knie ihren Ursprung in einer überstarken Beugung der Beine im Sitzen: Füße und Unterschenkel hält man ständig nach hinten geklappt. Die Beine lassen sich schließlich beim besten Willen nicht mehr ganz strecken, sie bleiben auch beim Stehen und Gehen ständig gebeugt.

Manche Menschen mit Schmerzen in den Waden haben auch die Angewohnheit, die Beugemuskeln des Beins (an Wade und Oberschenkel hinten) ständig angespannt zu halten (im Büro aber auch am Gasfuß beim Autofahren). Wadenschmerzen durch gebeugte Knie treten meist zusammen oder alternierend mit Schmerzen an den Oberschenkeln hinten auf.

Andere sitzen ständig zu hoch und halten mit hochgezogenen Fersen die Zehen auf den Boden gedrückt. Die Wadenmuskeln bleiben dabei ständig angespannt. Diese Wadenschmerzen treten oft zusammen mit Zehenschmerzen auf (siehe dazu auch Fußbeschwerden).

Falsch betriebener Sport

Auch Sport kann - falsch ausgeführt - zu Wadenschmerzen führen, z.B. durch

  • Krafttraining, bei dem nur auf die Anspannung des Muskels Wert gelegt wird.
  • Fahrradfahren ohne Fußbewegung,
  • Überlastung beim Gewichtheben.

Falsche Schuhe

Harte, kaum biegsame Sohlen verhindern eine ausreichende Fußbewegung. Nicht nur die Füße auch die Waden werden starr und verspannt. Auch nach jahrelangen Tragen von hohen Absätzen verspannen und verkürzen sich die Wadenmuskeln. Wadenschmerzen sind die Folge.

Einseitige Wadenschmerzen - Ursachen

Schiefhaltungen

SchiefhaltungSteht man mit dem Gewicht auf einem Bein, ist das oft eine Folge schmerzhafter Verletzungen des anderen Beins - oder von Schwächegefühlen des anderen Beins, die von der Verletzung zurück geblieben sind (siehe unten unter Schmerzen aus dem Bindegewebe). Steht und geht man lange mit solch einer Gewichtsverlagerung, wird man auf Dauer schief - und bekommt Wadenschmerzen auf dem (zunächst) gesunden Bein.

Alltags-Gewohnheit - Falsches Stehen

Auch ohne Verletzung finden viele es einfach "cool", das Gewicht auf ein Bein zu verlagern und mit Standbein und Spielbein zu stehen. Das ist eine sehr häufige Alltagsgewohnheit. Auch dieser Einbeinstand führt jedoch zu einseitiger Gewichtsbelastung und damit zu Verspannungen der Muskeln und des Bindegewebes des Standbeins.


Wadenschmerzen aus den Zehenbeugern-

falsche Schuhe, Stress und Nervosität

Die langen Zehenbeuger-Muskeln, krümmen die Zehen. Sie befinden sich in der Wade unter den großen Wadenmuskeln und erstrecken sich mit ihren Sehnen bis in die Fußsohle und Zehen. Ihre Dauerkontraktion bewirkt ständig gekrümmte, gekrallte Zehen. Die Wadenschmerzen bei gekrümmten Zehen machen sich da bemerkbar, wo die Muskeln sich befinden (siehe Abbildungen) und oft auch in den Fußsohlen und Zehen.

Falsche Schuhe

Zehenbeuger-MuskelnZehenbeuger-MuskelnGekrallte Zehen entstehen häufig durch längeres Tragen falscher Schuhe. Sind die Schuhe eng und hochhackig müssen die Zehen gekrümmt, eingezogen gehalten werden und sind gleichzeitig ständig mit Gewicht belastet. Trägt man Riemenschuhe mit starren Holzsohlen (oft Birkenstock, aber auch andere), sind die Zehenbeuger ständig angespannt, weil sie die Sohlen halten müssen, während der Fuß nicht richtig abrollen kann. In milder Form passiert das gleiche bei allen Pantoffeln.

Alltagsgewohnheit: Zehen krallen

Manche Menschen neigen dazu, ständig ihre Zehen zu krümmen. Oft wissen sie gar nicht, dass andere Menschen gerade Zehen haben und dass das bei ihnen auch möglich wäre, denn sie können ihre Zehen schon lange nicht mehr strecken. Die Alltagsgewohnheit des Zehenkrümmens verstärkt sich oft bei Stress, Aufregung, Leistungsdruck und Angst. Bei vielen geschieht das unbemerkt während des Sitzens im Büro.


Wadenschmerzen aus den Tibialis-posterior Muskeln

Hohlfüße, O-Beine Körperschiefhaltung

Tibialis-posterior MuskelnWadenschmerzen, die längs in der Wadenmitte empfunden werden, gehen meist von den Tibialis-posterior-Muskeln aus, die unten an den Fußsohlen ansetzen und bei Kontraktion die Innenkanten der Füße hochziehen. Dementsprechend steht und geht man bei dauerkontrahierten Tibialis-Muskeln betont auf der Außenkante der Füße. (siehe auch: Schmerzen an den Unterschenkeln innen). Oft schmerzt zusätzlich der Fuß in der Längswölbung.

Fußfehlstellungen: nur auf der Fußaußenseite gehen und stehen

Beidseitige Wadenschmerzen dieser Art findet man oft zusammen mit Hohlfüßen und O-Beinen. Das heißt man steht, geht und sitzt gewöhnlich hohlfüßig und o-beinig. Das ist jedoch nicht angeboren, sondern durch ein erworbenes Spannungsmuster bedingt. Bei Fußballern finden sich O-Beine oft zusammen mit Adduktorenschmerzen (siehe auch Beinfehlstellungen und Adduktorenschmerzen bei Fußballern). Einseitige Wadenschmerzen dieser Art treten bei gewohnheitsmäßiger Schiefhaltung auf, bei der man das Becken zu einer Seite geschoben hat. Auf der gewichtsbelasteten Seite hat man bei dieser Fehlhaltung die Fußinnenkante chronisch hochgezogen - und bekommt Wadenschmerzen am Tibialis-posterior-Muskel dieser Seite.


Wadenschmerzen aus dem Bindegewebe

Die Wadenschmerzen aus Bindegewebsverspannungen sind meist eher diffus, nicht genau lokalisierbar, aber quälend und "nervend". Sie sind oft begleitet von unangenehmen Empfindungen an den Waden wie

  • Brennen, brennenden Schmerzen,
  • Kribbeln, Bitzeln,
  • Jucken,
  • Spannungsgefühlen
  • Schwächegefühlen oder
  • kaum beschreibbare Missempfindungen

Der Ursprung dieser Schmerzen und Missempfindungen aus dem Bindegewebe / Faszien der Haut und Unterhaut wird oft lange nicht erkannt (siehe auch Andere Missempfindungen). Schmerzen und Missempfindungen aus dem Bindegewebe / Faszien treten häufig in Ruhestellung auf (z. B. nachts beim Liegen) und können zu unruhigen Beinen beitragen (näheres unter Restless legs). Bindegewebige Wadenverspannungen und Wadenschmerzen sind oft Relikte alter Verletzungen, an die man sich kaum mehr erinnert. Sie haben oft ihren Ursprung genommen an Stellen von

  • Narben durch Verletzungen,
  • Narben durch Operationen, z.B. Venenoperationen
  • alten Brüchen
  • stumpfen Verletzungen
  • alten Prellungen und Zerrungen

und sich von da weiter ausgebreitet.


Wadenschmerzen - was kann man dagegen tun?

Leider kann man Ursachen wie Fehlhaltungen und Alltags-Gewohnheiten nicht einfach abstellen - so sehr man sich auch Mühe gibt. Auch vom weit verbreiteten Dehnen der Wadenmuskeln wird abgeraten, da es auf Dauer die Muskel-Verkürzung verstärkt und damit die Schmerzen oft noch verschlimmert. Wie man Wadenschmerzen wirkungsvoll und nachhaltig behandelt, steht unter Therapie der Unterschenkelschmerzen.

Therapeuten, die Wadenschmerzen professionell und nachhaltig behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste.

Wadenkrämpfe

Was geht bei Wadenkrämpfen vor sich? Woher kommen Wadenkrämpfe? Fehlhaltungen, die Wadenkrämpfe beünstigen. Was kann man im aktuellen Anfall, was bei einer generellen Krampfneigung der Waden tun?

Wadenkrämpfe

Ein Wadenkrampf ist ein plötzlicher extremer Schmerz am Unterschenkel hinten, der diesen vorübergehend lahm legt. Normales Gehen mit Abrollen wird unmöglich. Wadenkrämpfe entstehen in ständig verspannten, verkürzten Wadenmuskeln, die sich an einer Stelle plötzlich unwillkürlich auf 100% zusammenziehen.

Von außen lässt sich im Krampfzustand ein extrem harter Strang in der Wadenmuskulatur ertasten. Meist befindet sich der krampfende Muskelstrang innen an der Wade und betrifft einen Teil des Gastrocnemius-Muskels. Mit der Zeit kommt es zu einer Krampfneigung in diesem Muskel, d.h. der Krampf entsteht immer wieder an derselben Stelle. In der krampffreien Zeit fühlt sich meist die ganze Wade ziemlich hart an, das heißt, sie ist auch dann nicht gesund.

Harte, verkürzte Muskelstränge bei Wadenkrämpfen

Wadenkrämpfe treten bevorzugt nachts auf, was vermutlich durch die Unbeweglichkeit während des Schlafs bedingt ist, durch die sich die Muskulatur insgesamt verkürzt.

Ursache

Wadenkrämpfen liegt eine Dauerkontraktion der Wadenmuskulatur zugrunde. Diese Dauerkontraktion ist gewöhnlich durch Fehlhaltungen und Fehlbelastungen der Muskulatur zurück zu führen. Daher hilft das oft gegen Wadenkrämpfe empfohlene Magnesium nur bei wirklich sehr schlechtem Ernährungszustand und starker sportlicher Überbeanspruchung. Ansonsten hilft Magnesium bei einer Krampfneigung der Wadenmuskulatur meist wenig oder gar nicht.

Am häufigsten entstehen Wadenkrämpfe bei Startmuster-Fehlhaltung: Durch eine Hohlkreuzhaltung mit zurück gebeugtem Oberkörper wird hier das Gewicht nach hinten auf die Fersen verlagert, was zu einer Dauerkontraktion der Wadenmuskulatur führt.

Auch alles andere, was zu verhärteten, unbeweglichen Wadenmuskeln und zu Wadenschmerzen führt, kann zur Grundlage von Wadenkrämpfen werden:

  • ständig gekrallte Zehen
  • ständiges Tragen von High Heels
  • Ruhigstellung durch Gips und Schienen

Behandlung

Erste Hilfe

Meist tut gut, den krampfenden Muskel an der betroffenen Stelle mit beiden Händen von oben und unten zusammen zu schieben.

Beseitigung der Ursachen

Ist eine entsprechende Pandiculation zunächst nicht möglich, weil sie gleich zu einem Krampfzustand führt, behandelt man in der sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl zuerst den betreffenden Muskel, bzw. das Bindegewebe / Faszien darauf und pandiculiert erst anschließend.

Es gibt Menschen, die bei jeder Art von Übung gleich mit einem Krampf reagieren. Das ist darauf zurück zu führen, dass sie stereotyp, sobald sie eine Bewegung machen, vor allem eine, die sie für anstrengend halten, immer wieder dieselben Muskeln erstmal in Dauerkontraktion bringen, ohne das zu wissen. Diesen Menschen lässt man in der sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® zunächst diese Angewohnheit als parasitäre, unnötige Anstrengung bewusst werden. Man lässt sie dafür die unnötigen Anstrengungen zunächst erstmal willkürlich bei anderen Bewegungen ausführen und dann die Bewegungen ohne die zusätzliche Anstrengung ausführen.

Ansonsten behandelt man die Wadenkrämpfe über Bindegewebe / Faszien und Muskulatur. Anschließen kann man mit einer probeweisen Pandiculation feststellen, ob der betreffende Muskel noch krampft.

Behandlung der Krampfneigung

Zur Behandlung der Ursachen der Krampfneigung finden Sie mehr unter Verschiedene Wadenschmerzen - verschiedene Ursachen und unter Therapie der Wadenschmerzen, Unterschenkelschmerzen.

Therapeuten

Therapeuten, die Wadenkrämpfe mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® umfassend und nachhaltig behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste.

Schmerzen am Unterschenkel außen

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Schmerzen am Unterschenkel außen kommen aus

  • verspannten Peroneus-Muskeln am Unterschenkel außen
  • bzw. deren Faszie und/oder
  • dem Bindegewebe / Faszien der Haut und Unterhaut auf den Peroneus- Muskeln.
Wadenkrämpfe
Peroneus-Muskeln an der Außenseite des Unterschenkels

Schmerzende Unterschenkel fühlen sich auf der Außenseite hart an. Kommt es zu Unterschenkelschmerzen außen, ist die Außenkante des Fußes mittels verspannter Peroneus-Muskeln ständig hochgezogen. Das nennt man Pronation. Ist die Außenseite des Unterschenkels erstarrt, kann man die Innenkante des Fußes nicht mehr hoch ziehen.

Beim Gehen sind Füße in ständiger Pronation starr. Sie bewegen sich nur in den Sprunggelenken, nicht aber in sich selbst. Normal wäre beim Gehen ein ständiger Wechsel von Supination (der Fuß geht beim Abrollen auf die Außenkante) und Pronation (Großzehen-Ballen und Großer Zeh drücken beim Abstoßen auf den Boden).

Außenkanten und Innenkanten der Füße werden dann beim Gehen abwechselnd hochgezogen. Bei diesem Wechsel dreht sich der Fuß in sich. Das tut er nicht mehr, wenn die Außenkanten ständig hochgezogen sind.


Ursachen verspannter Unterschenkel-Außenseiten

Bein- und Fußfehlhaltung

Ist die Außenseite des Unterschenkels dauernd angespannt, hat man außer den Unterschenkel-Schmerzen meist auch einen Knick-Senk-Fuß, manchmal sogar einen Plattfuß (siehe Fehlstellungen Füße). Starre, schmerzhafte Füße sind daher eine häufige Begleiterscheinung von Schmerzen am Unterschenkel außen.

Schmerzen am Unterschenkel außen sind häufig mit X-Beinen verbunden, bei denen sowohl die Ober- wie die Unterschenkel außen chronisch angespannt sind (Fehlstellungen Beine). Oft schmerzen daher auch die Oberschenkel außen (siehe Schmerz am Oberschenkel außen) und die Außenseiten der Knie (siehe Knieschmerzen).

Körperfehlhaltung

Sowohl die Unterschenkelschmerzen außen wie auch die Fuß-Fehlstellung sind meist auf eine Fehlhaltung des gesamten Körpers zurück zu führen. Beidseitige X-Beine sind häufig bei einer vorgebeugten Körperhaltung anzutreffen (siehe Stoppmuster). Sie sind häufiger bei Frauen.

Es kann auch nur ein Bein x-beinig und auf der Außenseite schmerzhaft sein. Diese Einseitigkeit ist meist auf eine Körperfehlhaltung im Sinne eines Traumamusters zurückzuführen, das heißt man hält sich unwillkürlich ständig schief. Eine solche Schiefhaltung ist oft auf Verletzungen zurück zu führen, aber auch auf Alltags-Gewohnheiten wie das Stehen mit Standbein und Spielbein.

Von außen lässt sich im Krampfzustand ein extrem harter Strang in der Wadenmuskulatur ertasten. Meist befindet sich der krampfende Muskelstrang innen an der Wade und betrifft einen Teil des Gastrocnemius-Muskels. Mit der Zeit kommt es zu einer Krampfneigung in diesem Muskel, d.h. der Krampf entsteht immer wieder an derselben Stelle. In der krampffreien Zeit fühlt sich meist die ganze Wade ziemlich hart an, das heißt, sie ist auch dann nicht gesund.

Wadenkrämpfe treten bevorzugt nachts auf, was vermutlich durch die Unbeweglichkeit während des Schlafs bedingt ist, durch die sich die Muskulatur insgesamt verkürzt.


Behandlung von Schmerzen am Unterschenkel außen

Sowohl die Körper-Fehlhaltung wie auch die Bein- und Fußfehlstellungen sind im Allgemeinen reversibel. Einlagen in den Schuhen (mit Pronationsstützen) helfen jedoch nicht. Sie machen Fuß und Bein auf Dauer nur noch starrer. Was hilft, ist eine Behandlung der Unterschenkel sowie des ganzen Spannungsmusters an Beinen und Körper. Damit verliert man nicht nur die Beinschmerzen, sondern wird auch insgesamt beweglicher. Wie eine solche Behandlung aussieht, steht unter Behandlung von Wadenschmerzen, Unterschenkelschmerzen.

Therapeuten, die Unterschenkelschmerzen und Wadenschmerzen auf diese umfassende Weise behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste.

Schmerzen am Unterschenkel vorn, "Schienbeinschmerzen"

Unterschenkelschmerzen vorn, Schienbeinschmerzen, Unbeweglichkeit der Sprunggelenke, Ursache in Verspannung bestimmter Muskeln und im Bindegewebe; durch frühere Verletzungen, Fehlhaltungen und Alltagsgewohnheiten.

Bei Unterschenkelschmerzen vorn schmerzen die Muskeln, die sich vorn am Unterschenkel, d.h. am Schienbein außen befinden. Das sind auf jedem Unterschenkel drei:

  • Die Fußhebermuskeln (Tibialis anterior), die den ganzen Fuß vorn hochziehen können

  • die Zehenhebermuskeln der Zehen 2 bis 5 (Extensor digitorum) die die Zehen hochziehen

  • die Großzehenheber (Extensor halucis), die die großen Zehen hochziehen

GroßzehenheberGroßzehenheberGroßzehenheber

Begleitbeschwerden

Da die Sehnen der Muskeln am Unterschenkel vorn sich am Fußrücken befinden und sich z. T. bis in die Zehen erstrecken, sind Schmerzen am Unterschenkel vorn oft auch mit Schmerzen

  • am Sprunggelenk vorn,
  • am Fußrücken
  • und in den Zehen

verbunden.


Ursachen von Schmerzen am Unterschenkel vorn

Die Schmerzen an den Unterschenkeln vorn können

  • direkt von Muskeln, Faszien und Hautbindegewebe an den Schienbeinen ausgehen,
  • von Körperfehlhaltungen kommen
  • oder durch Spannungsmuster bedingt sein, die von den Füßen ausgehen.

Ursachen an den Unterschenkeln selbst

Unbeweglichkeit und Schmerz an den Unterschenkeln vorn sind häufig Folgen alter Verletzungen:

  • Narben,
  • verheilte Brüche,
  • Folgen von Gips und Schienen,
  • Prellungen und Zerrungen.
  • Knochenhautverletzungen.

Auch kann es zu Schwellungen an den Beinen kommen (undurchlässiges Bindegewebe), die Unbeweglichkeit im Sprunggelenk und Schmerzen an den Schienbeinen bedingen.

Ursache von oben:
Körperfehlhaltung

KörperfehlhaltungSteht und geht man mit dem ganzen Körper in den Sprunggelenken nach vorn gebeugt (der Winkel zwischen Bein und Fuß vorn wird kleiner als 90°), gerät der Tibilais-anterior-Muskel in eine Dauerspannung, denn er verkleinert bei Kontraktion diesen Winkel. Manchmal entsteht eine regelrechte Bananenhaltung: der Körper ist unten nach vorn und oben nach hinten gebogen.

Das verspannt auf Dauer die ganzen Beine und führt schließlich zu starken Schmerzen an den Unterschenkeln vorn, auf den Schienbeinen. Außerdem kommt es zu einer Unbeweglichkeit in den Sprunggelenken, so das man sich nicht mehr aufrecht hinstellen kann und im Sitzen oder Liegen den Fuß mit den Fußspitzen nicht mehr vom Bein wegbewegen kann. Im Gehen kann man den Fuß nicht mehr abrollen, weil man das Sprunggelenk nicht mehr strecken kann.

Ursachen von unten:
"Dumme" Angewohnheiten

Diese Schmerzen treten besonders häufig bei Menschen auf, die die Angewohnheit haben, die Füße und/oder die Zehen beim Gehen in die Höhe zu ziehen (meist in der Phase des Aufsetzens des Fußes), bzw. mit ständig hochgezogenen Zehen herum zu laufen. Manche haben auch beim Sitzen am Schreibtisch die Zehen ständig hochgezogen und ziehen sie besonders hoch, wenn sie unter Spannung geraten. Auch das führt auf Dauer zu Schmerzen am Unterschenkel vorn. Beim gehen kann man sich mit hochgezogenen Zehen nicht mehr nach hinten abstoßen, was das ganze Bein starr macht und auf Dauer zu Schmerzen führt.


Behandlung von Schmerzen am Unterschenkel innen

Sowohl die Folgen von Verletzungen, wie die Körper-Fehlhaltung wie auch die dummen Angewohnheiten sind im Allgemeinen reversibel. Allerdings kann man sie sich nicht einfach abgewöhnen, auch normale Massagen helfen da nicht. Was hilft, ist eine Behandlung der Unterschenkel sowie des ganzen Spannungsmusters an Beinen und Körper. Damit verliert man nicht nur die Beinschmerzen, sondern wird auch insgesamt beweglicher. Wie eine solche Behandlung aussieht, steht unter Behandlung von Wadenschmerzen, Unterschenkelschmerzen.

Therapeuten, die Unterschenkelschmerzen auf diese umfassende Weise behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste.

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