Die am stärksten verbreiteten Bewegungsstörungen sind Bewegungseinschränkungen, meist mit Steifigkeit und/oder Schmerz verbunden. Bewegungseinschränkungen werden häufig für unausweichliche Altersbeschwerden gehalten, sind es jedoch nur in soweit, als man, je älter man wird, um so mehr Gelegenheit hat, sich durch Verletzungen, Fehlhaltungen usw. sich solche Beschwerden zu zulegen. Bewegungseinschränkungen sind ein Zeichen dafür, dass die Muskeln zu wenig Spielraum haben, weil sie selbst und/oder das Bindegewebe / Faszien auf ihnen sich in Dauerkontraktion befinden und damit zu kurz bzw. zu eng sind.

Schwäche

Als störend empfundene Schwäche oder Schwächegefühle werden meist zunächst auf schwache Muskulatur zurückgeführt und es wird versucht, sie durch Kräftigungsübungen zu behandeln.

Schwache Muskulatur gibt es natürlich, sie macht aber keine Beschwerden. Man kann zum Beispiel mit schwachen Muskeln bestimmte schwere Lasten nicht heben, auch wenn man sich noch so sehr anstrengt. Das aber tut nicht weh, wie überhaupt schwache Muskeln keinerlei Beschwerden verursachen. Muskeln sind Anpassungsorgane. Sie sind (im Rahmen der angeborenen Möglichkeiten) immer genau so schwach oder so stark, wie man sie im Alltag einsetzt. Setzt man sie weniger gegen die Schwerkraft ein sind sie schwächer, setzt man sie weniger gegen die Schwerkraft ein, sind sie stärker. Sowohl starke wie schwache Muskeln können schmerzen, nämlich dann, wenn sie verspannt sind. Bei Beschwerden sind Kräftigungsübungen nur insofern sinnvoll, als es dabei zur Bewegung der jeweils verspannten Muskulatur kommt. Ob mit den Übungen eine Kräftigung der Muskulatur erreicht wird oder nicht, ist was die Beschwerden anbetrifft, unwichtig. Führen Kraftübungen zur Dauerkontraktion, was leicht geschehen kann, denn es wird dabei oft nur auf den Anspannungs- nicht aber auf den Entspannungsteil der Bewegung Wert gelegt, sind sie schädlich (siehe auch Artikel »Über Bäuche und Bauchmuskeln (PDF)«). Ein direktes Schwächegefühl geht von schwachen Muskeln nicht aus.

Kommt es zu einem ausgeprägten Wegsacken des Beines oder der Beine, gilt die Schwäche oft auch als psychosomatisch (Astasie, Abasie), was meiner (H.P.s) Meinung nach nicht zutrifft. Die Schwäche kann sich nur in Belastungssituationen verstärken, da es dann zu stärkerer Anspannung kommt. Wird eine ausgesprochene Schwäche in der Muskulatur empfunden, oder ist ein Körperteil tatsächlich so schwach, dass es zum Beispiel bei Belastung wegsackt, so liegt das nicht an der Schwäche der Muskulatur und auch nicht an der Psyche, sondern meiner Erfahrung nach im Bindegewebe auf der Muskulatur. Die Bindegewebsverspannung bewirkt, dass die Muskulatur darunter einfach nicht anspringt, auch wenn sie sichtbar noch so stark ist. Daher lassen sich Schwäche, Schwächegefühle, Wegsacken und „nicht gehorchen“ der Muskulatur durch die Bindegewebs- / Faszienbehandlung der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® beseitigen.

Spasmen (Krämpfe) gelten zunächst oft als eine Folge von Magnesiummangel. Meist hilft die Magnesiumzufuhr jedoch nicht. Das liegt daran, dass die Anfälligkeit für Muskelkrämpfe (z.B. in den Waden, häufig nachts) gar nicht auf einen Mineralienmangel zurück zu führen ist, sondern auf Verspannungen in der Muskulatur, die sich im Ruhezustand oder bei bestimmten Bewegungen so verstärken, dass es zum schmerzhaften Krampf kommt. Auch die Krampfneigung lässt sich mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® beseitigen.

Zuckungen sind auch eine Art Krampf. Es kommt dabei zu unwillkürlichen, ungewollten und manchmal sogar unbemerkten Bewegungen eines Körperteils (Lid, Kopf, Bein etc), die willentlich nicht zu beeinflussen sind. Im Gegenteil: je mehr man sich anstrengt, das Zucken bleiben zu lassen, umso stärker wird es gewöhnlich. Zuckungen gelten oft als nervlich oder psychisch bedingt, sind jedoch unserer Erfahrung nach fast immer auf verspanntes Unterhaut-Bindegewebe / Faszien zurück zuführen, wenn sich die Störungen auch unter psychischen Belastungen verstärken. Letzteres kommt daher, dass sich Muskulatur und Bindegewebe / Faszien unter Belastung noch mehr anspannen. Auch diese verstärkte Neigung zu Zuckungen lässt sich mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® vor allem durch die Behandlung des Bindegewebes beseitigen.

Im Einzelnen sind folgende Bewegungsstörungen behandelbar:

Zur Beschreibung der einzelnen Bewegungsstörungen und deren Behandlung suchen Sie bitte nach dem Körperteil (Kopf, Hals etc), an dem die Bewegungsstörung auftritt, die bei Ihnen vorliegt oder die Sie interessiert.

Ärzte, Psychotherapeuten und Heilpraktiker zur Behandlung von Bewegungsstörungen stehen auf der Therapeutenliste.