Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl
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Schulterschmerzen und Schulterbeschwerden

Schmerzen oben auf der Schulter

Schmerzen oben auf der SchulterSchmerzen oben auf der Schulter sind die am weitesten verbreiteten Schulterschmerzen. Fast jeder kennt sie.

Schmerz auf der Schulter oben und andere Schulterbeschwerden kommen aus Verspannungen in Muskeln und Bindegewebe, die man von außen tasten kann. Bestimmte Muskeln sind bei Schmerzen auf der Schulter oben in Dauerkontraktion, sie halten die Schultern hochgezogen. Das kann man sehen und spüren.

Wie es sich anfühlt

Häufig sind Schulterschmerzen oben auf der Schulter mit anderen Schulterbeschwerden verbunden, am häufigsten mit einem Spannungsgefühl oder auch mit einem Gefühl einer schweren Last auf den Schultern. Das kommt daher, dass man bei hochgezogenen Schultern das Gewicht der Schultern immer gegen die Schwerkraft halten muss. Lastet tatsächlich auch nur ein geringes Gewicht auf den Schultern (der Wintermantel) spüren die Betroffenen das oft als sehr unangenehm, schwer und drückend. Das ist die für Verspannungen in Muskeln und Bindegewebe / Faszien typische Überempfindlichkeit auf Druck. Häufig besteht auch eine Überempfindlichkeit auf Kälte: d.h. ein geringer Luftzug (z.B. im offenen Auto) reicht, um den Schulterschmerz zu verstärken.

Was schmerzt, sind die verspannten oberen Trapezmuskeln (siehe Abbildung oben) und die Schulterblattheber, bzw. das Bindegewebe / Faszien auf diesen Schultermuskeln. Beide halten, wenn sie verspannt sind, die Schultern hochgezogen Richtung Ohren. Der Hauptquälgeist ist der obere Trapez-Muskel, der auf beiden Seiten zu finden ist.

Empfindet man ein Brennen oder einen brennenden Schmerz auf den Schultern, ist vor allem das Bindegewebe / Faszien auf den Schultern oben verspannt (die Fibroblasten darin sind zusammengezogen).

Was man von außen sehen kann

normale Schultern hochgezogene SchulternAuf den Fotos sieht man links normale Schultern und rechts hochgezogene Schultern.

Hochgezogene Schultern bilden zu Hals und Arm hin rechte Winkel, d.h. sie fallen nicht nach außen ab, sondern verlaufen nahezu waagrecht. Der Abstand zwischen Schultern und Ohren ist sehr klein, der Hals wirkt wie verkürzt. Die Schultern selbst wirken schmal und eng. Normalerweise hängen Schultern einfach entspannt, was ihnen eine schräge Kontur verleiht.

Wenn man genauer hinschaut, kann man sehen, dass hochgezogene Schultern immer unbeweglich sind, d.h. sie bewegen sich im Alltag nicht mit. Das wird vor allem bei den Tätigkeiten der Hand - z.B. beim Greifen - sichtbar. Man bewegt nur noch aus den Armen. Die Armbewegung kommt nicht mehr aus dem ganzen Körper. Auch beim Gehen bleiben hochgezogene Schultern unbewegt. Man kann die Schultern insgesamt nicht mehr entspannt hängen lassen.

Von all dem hat man selbst gewöhnlich keine Ahnung. Man kann die Spannungen und Unbeweglichkeiten nicht mehr richtig wahrnehmen. Und man merkt auch nicht, dass man bei vielen Gelegenheiten die Schultern noch höher zieht.

Was man von außen spüren kann

Wenn man oben auf die Schulter drückt und sie abtastet, spürt man lauter Verhärtungen. Meist ist ganze Schulter oben hart, an bestimmten Stellen fühlt man mehr oder weniger große Knubbel, die besonders hart sind. Das sind Myogelosen oder Triggerpunkte. Drückt man stärker auf sie, schmerzen sie intensiv. Das heißt, hier ist die Überempfindlichkeit auf Druck besonders ausgeprägt - normalerweise wäre ein solcher Druck nicht schmerzhaft. Ist das Bindegewebe der Haut und Unterhaut betroffen, lässt sich die Haut auf der Schulter oben nicht oder kaum abheben. Was man schließlich als greifen kann, ist ein dicker Wulst mit der Konsistenz von Hartgummi.

Was sonst noch wehtut

Meist schmerzt die ganze Verbindung von Schulter und Nacken. Es gibt einen Schulter-Nackenschmerz. Das liegt nicht nur an der räumlichen Nähe von Nacken und Schultern, sondern kommt auch daher, dass wir alle bei Stress, Angst, Bedrohung die Schultern hoch und den Kopf in den Nacken ziehen. Das ist eine biologisch vorgegebene Schutzreaktion, die wahrscheinlich dem Genick gilt. Dazu finden Sie Näheres auch unter Nackenschmerzen.
Steht man ständig unter Druck, verfestigt sich diese Reaktion als Dauerkontraktion in Muskeln und Bindegewebe/Faszien. Mit der Zeit entsteht an diesen Stellen ein Schmerz. Häufig kommt es dann infolge der Schulter-Nackenverspannungen auch zu Kopfschmerzen.

Woher die Schulterschmerzen kommen

Die verschiedenen Ursachen von Schmerzen auf der Schulter oben finden Sie unter Ursachen von Schulterschmerzen beschrieben.

Das Buch von Dr. Pohl

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