Schmerzen im oberen Rücken

Schmerzen im oberen Rücken insgesamt

Schmerzen im oberen RückenSchmerzen im oberen Rücken sind weniger häufig als die Schmerzen im unteren Rücken. Sie sind meist auf eine Stoppreflex-Haltung (siehe »Stoppmuster«) zurück zu führen. Das heißt, der obere Rücken ist hier chronisch stärker gerundet als normal, die Haltung wirkt vorgebeugt (auch wenn man vielleicht weiter unten ins Hohlkreuz geht).

Bei der Stoppreflex-Haltung entsteht ein ständiger Zug auf die verspannten Muskeln des oberen Rückens, die den Oberkörper gegen die Schwerkraft halten müssen. Allerdings wirkt sich der Zug gegen die Schwerkraft meist mehr auf den Nacken aus, so dass Nackenschmerzen weitaus häufiger sind als Schmerzen im oberen Rücken. Treten Schmerzen im oberen Rücken auf, so sind sie allerdings sehr häufig mit Nackenschmerzen verbunden.

Manchmal finden sich Schmerzen im oberen Rücken auch viele Jahre nach Verletzungen, zum Beispiel Prellungen, im oberen Rücken. Typisch ist ein Fall von der Schaukel mit einem Aufprall auf den oberen Rücken. Auch nach Schleudertraumen kommen Schmerzen im oberen Rücken vor.

Behandlung

In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln wir zum einen mit Pandiculations, Myogelosen- und Bindegewebsbehandlung die schmerzhaften Stellen direkt, zum andern aber auch die muskuläre Fehlhaltung, in den meisten Fällen also das Stoppmuster. Mittels Übungen und Körperbewusstseinstraining lernt der Patient eine locker aufrechte Haltung und Bewegung im Alltag.


Schmerzen an der Brustwirbelsäule

Schmerzen an der BrustwirbelsäuleSchmerzen an der Brustwirbelsäule

Schmerzen an der Brustwirbelsäule sind oft auf verschobene Wirbel zurück zuführen, was muskulär bedingt ist. Das heißt: bestimmte Rückenmuskeln ziehen, wenn sie dauernd angespannt sind, einzelne Wirbel aus der Bahn. Im Unterschied zum Traumamuster, der Schiefhaltung, bei der in großer Linie seitliche Verbiegungen der Wirbelsäule (Skoliosen) entstehen, gibt es auch das Bild, dass die Wirbelsäule im Großen und Ganzen gerade verläuft, aber dass einzelne Wirbel zur Seite ausscheren. Es ist zu einer Rechts-/Linksverschiebung einzelner Wirbel gekommen, was das Werk bestimmter Muskeln ist. Meist sind diese Stellen schmerzhaft.

In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® stellt man die verschobenen Wirbel fest, indem man mit einem Daumen rechts von der Wirbelsäule und mit dem anderen links an den Dornfortsätzen der Wirbelsäule mit etwas Druck entlang fährt. Man spürt dann ganz genau, wo die Wirbelsäule eine Rechts- oder eine Linkskurve macht. Der Patient kann das in diesem Moment auch spüren. Man behandelt die Muskeln an diesen Stellen, also direkt seitlich von den Dornfortsätzen und zwar auf der Seite, zu der hin die betreffenden Wirbel gezogen werden.

Manchmal schmerzen auch die kleinen Rückenmuskeln, die die einzelnen Wirbel der Brustwirbelsäule miteinander verbinden, ohne dass es zu einer Rechts-Links-Verschiebung gekommen ist. Das finden wir häufig bei Startmuster. Die Brustwirbelsäule ist in diesen Fällen gewöhnlich überaufgerichtet, so dass sie ihre charakteristische Wölbung verloren hat. Diese Haltung haben sich manche Betroffenen ganz bewusst antrainiert. Sie entspricht aber nicht der natürlich aufrechten Haltung, sondern erfordert eine ständige Dauerspannung der Muskulatur.

In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln wir in diesem Fall zwar auch die kleinen Rückenmuskeln direkt an der Wirbelsäule, aber dann vor allem auch die gesamte Körperhaltung. Denn ein bleibender Erfolg kann nur erzielt werden, wenn die Patienten mittels des Körperbewusstseinstrainings lernen, im Alltag keine überaufgerichtete Haltung mehr einzunehmen.


Schmerzen zwischen den Schulterblättern

Schmerzen zwischen den SchulterblätternAn dieser Stelle treten Rückenschmerzen oft auf, wenn via Startreflexhaltung (siehe »Startmuster«) die Schultern nach hinten gezogen werden, bzw. wenn die Betroffenen gegen ihren Rundrücken im vergeblichen Bemühen, sich aufzurichten, ständig die Schultern nach hinten gezogen halten (sehr häufig). Es schmerzen die Rhomboideus-Muskeln bzw. die mittleren Trapezius-Muskeln, da sie sich durch das ständige nach hinten Ziehen in Dauerkontraktion befinden.

In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln wir diese Muskeln direkt und zeigen beim Körperbewusstseinstraining den Betroffenen, dass sie sich in der Brustwirbelsäule aufrichten müssten, um aufrecht zu werden, anstatt die Schultern nach hinten zu ziehen. Häufig ist, um dies zu ermöglichen, zuerst eine Behandlung der vorgebeugten Haltung erforderlich (siehe »Stoppmuster«).


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