Ohne es zu bemerken, bewegen wir im täglichen Leben ständig unsere Augen.

Das tun wir mit den Muskeln, die sich außen am Auge befinden und die von außen behandelt werden können - vor allem, wenn man das Auge in die Gegenrichtung dreht.

Die Augenbewegungen haben eine Vielzahl von Funktionen

Sie ermöglichen das Sehen. Wenn wir mit unbeweglichen Augen starren, wird nicht nur das Gesichtsfeld eingeengt, auch die Reaktionsgeschwindigkeit, Augenschmerzen und Sehschärfe lassen nach.

Nur bewegte Augen sehen gut

Bewegungssteuerung

Die Augenbewegungen bestimmen die Bewegungsrichtung des Körpers. In die Richtung, in die man schaut, geht und fährt man auch.

Die Augen steuern die Feinmotorik der Hand- und Armbewegung. Das merken Sie zum Beispiel, wenn Sie

  • einen Faden in ein Nadelöhr bringen wollen
  • am Bildschirm den Pfeil mit den Augen verfolgen, um die Maus zu schieben
Stabile räumliche Orientierung

Automatische Augenbewegungen sorgen dafür, dass bei allen Kopf- und Körperbewegungen das Bild nicht "verreißt", sondern wir weiterhin nach vorn auf den Horizont schauen.

Entfernungen in der zweidimensionalen Ebene (ohne die Tiefe) sehen wir nicht etwa, sondern das Gehirn verrechnet zur Abschätzung Impulse der äußeren Augenmuskeln bei der Bewegung.

Das Interesse an unserer Umwelt manifestiert sich in unserem Blick. Beobachten Sie einen depressiven Menschen: keine Augenbewegung - kein Interesse. Dieser Zusammenhang ist näher dargestellt unter Die Augen bei Angst und Depression

Gefühlsausdruck

Augenbewegungen sind Teil unserer Mimik und damit unserer Gefühlsmuskulatur:

  • nicht nur Weinen und Lachen geht über die Augen, auch Erschrecken, Erstaunen, erzürnt sein u.v.a.m.
  • ein Lächeln nur mit dem Mund, ohne Bewegung der Augenumgebung, wirkt unecht, grimassenhaft
  • umgekehrt gilt: Sind die Augen und die Partien um die Augen frei beweglich, steigt unsere Stimmung
Kommunikation

Mit Augenbewegungen treten wir mit unseren Mitmenschen unmittelbar in Kontakt, nicht nur beim Flirten. Eine persönliche Begegnung ohne Blickkontakt ist unhöflich bis feindlich. Am Blick erkennt man unsere Absicht. Man sieht, was wir vorhaben. Daher kann man mit Augenbewegungen täuschen, z. B. auf dem Fußballfeld.

Selbst unser Denken ist nach neueren wissenschaftlichen Untersuchungen von Augenbewegungen abhängig. Daher kann man bei Angst, Depression oder nach langem Bildschirmstarren nicht mehr gut denken. Näheres dazu unter Die Augen bei Angst und Depression. Auch beim "ganz normalen" Bildschirmstarren lassen bei den meisten Denkleistung und Kreativität nach (siehe auch Die Ursachen von Augenbeschwerden).

Das bedeutet:
Ist die Augenbewegung eingeschränkt, wirkt sich das auf unser ganzes Leben aus!
Sehleistung, Interesse und Motivation, Kontakt, Gefühl, Bewegungssteuerung, Orientierung, Stimmung u.v.a.m. können betroffen sein.

Auf der Hauptseite Augenbeschwerden ist dargestellt, wie sich eine eingeschränkte Augenbewegung auf den ganzen Körper auswirken kann: auf die Augenumgebung, den Nacken, die Atmung, die Stimmung, die Körperhaltung. Und umgekehrt, wie sich alle diese Faktoren auf die Augen auswirken.

Wie es dazu kommen kann, dass die Augen erstarren, steht unter Ursachen von Augenbeschwerden.

Wie Ihre Augen wieder frei beweglich werden, finden Sie unter Die Behandlung von Augenbeschwerden.

Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen Augenerstarrung stehen unter Übungen und Tipps bei Augenbeschwerden