Augenbeschwerden
Es gibt eine Vielzahl verschiedener Augenbeschwerden. Augenbeschwerden wie trockene Augen, tränende Augen, müde Augen sind sehr häufig. Die Schulmedizin hat im Allgemeinen keine Erklärungen für solche Arten von Augenbeschwerden und kann daher auch kaum helfen. Hier ein paar Beispiele für funktionelle Augenbeschwerden, bei denen sich keine organische Krankheit finden lässt:
- zuckende Augenlider
- Trockene Augen
- Tränende Augen
- Spannungsgefühle, Druckgefühle und Schmerzen um die Augen
- Schmerz hinter den Augen
- verschwommenes Sehen
- Oberlidslähmung
- müde Augen
- Hängelider
- trauriges Gefühl um die Augen
- Dissoziation
- Doppelbilder
- starre Augen
- grau in grau sehen
- Neigung zum Weinen
- nicht weinen können
All diese Augenbeschwerden sind meist auf Verspannungen der Muskulatur rund um das Auge bzw. des Bindegewebes auf diesen Muskeln zurückzuführen. Oft ist auch die gesamte Kopf-, Hals- und Nackenmuskulatur gleichzeitig verspannt.
Zuckende Augenlider
Zuckende Augenlider werden auch als Tic nerveux oder Blinzeltick bezeichnet. Das Zucken geschieht völlig unwillkürlich und ist bewusst nicht zu beeinflussen. Manchen Betroffenen sind zuckende Augenlider sehr peinlich, vor allem, wenn andere meinen, sie würden ihnen zuzwinkern. Oft ist bei zuckenden Augenlidern auch im Ruhezustand ein Spannungsgefühl vorhanden.
Manchen gelten zuckende Augenlider als psychosomatische Erkrankung, da bei den meisten Betroffenen die Augenlider in sozialen Belastungssituationen vermehrt zucken. Das stärkere Zucken heißt jedoch nur, dass die Anspannung im Augenlid, die chronisch erhöht ist, unter Belastung noch mehr ansteigt. Zuckende Augenlider lassen sich daher sehr gut mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln, denn mit den manuellen Methoden lässt sich die verstärkte Grundspannung in den Augenlidern wieder beseitigen, und zwar nicht nur vorübergehend sondern dauerhaft. Ist die Spannung generell erhöht (also nicht nur in den Augenlidern), behandelt man in der Sensomotorischen Körpertherapie bei zuckenden Augenlidern nicht nur die Augenlider sowie die Umgebung der Augen, sondern auch andere Körperteile, namentlich die Atemmuskulatur.
Spannungsgefühle, Druckgefühle und Schmerzen um die Augen
Spannungsgefühle, Druckgefühle und Schmerzen um die Augen sind unserer Erfahrung nach auf Verspannungen in Muskulatur und Bindegewebe rund um die Augen zurück zu führen. Solche Spannungs- und Druckgefühle wie auch Schmerzen um die Augen entstehen oft durch die unbewusste Gewohnheit, bei allen möglichen Gelegenheiten, zum Beispiel beim Sprechen, die Augenschließmuskeln angespannt zu halten.
In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandelt man schmerzende und angespannte Augen zunächst mit den manuellen Methoden und führt dann ein Körperbewusstheitstraining durch, um die Angewohnheit für die Betroffenen spürbar und damit allmählich auch beherrschbar zu machen.
Treten die Spannungs- und Druckgefühle um die Augen im Rahmen einer Depression auf (meist zusammen mit grau in grau oder unscharf sehen), so behandeln wir in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® auch die hierzu gehörigen Muskel- und Bindegewebspartien. Das Gleiche gilt für ein trauriges Gefühl um die Augen.
Trockene und tränende Augen
Auch zu trockene und tränende Augen sind unserer Erfahrung nach auf Verspannungen in Muskulatur und Bindegewebe rund um die Augen zurück zu führen. Diese Verspannungen bewirken, dass die Funktion der Tränendrüse beeinträchtigt ist – in die eine oder die andere Richtung.
Man behandelt daher in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® die Muskel- und Bindegewebspartien rund ums Auge wie auch da, wo die Tränendrüse sich ins Auge öffnet (unter der Braue). Manchmal ist anschließend noch ein Körperbewusstseinstraining notwendig, um gewohnheitsmäßiges Anspannen zu beseitigen.
Schmerz hinter den Augen
Der charakteristische Schmerz hinter den Augen ist meist auf Myogelosen (=kleine, punktartige Verhärtungen im Muskel) am Splenius-capitis-Muskel zurück zu führen, meist an seinem Ansatz am unteren Hinterkopf. In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln wir daher bei Schmerz hinter den Augen primär diesen Muskel. Da Schmerzen hinter den Augen oft mit Kopfschmerzen verbunden sind, behandeln wir zusätzlich alle Muskel- und Bindegewebspartien, die zu Kopfschmerzen gehören, was die Behandlung einer Fehlhaltung einschließen kann.
Müde Augen
Wenn man Menschen, die über ständige Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf klagen, fragt, wo sie diese Müdigkeit empfinden, zeigen sie nicht selten ihre Augen, die sie kaum offen halten können. Es kommt ihnen völlig selbstverständlich vor, dass natürlich ihre Augen müde sind. Das Müdigkeitsgefühl kommt offensichtlich aus den Augenschließmuskels und des Bindegewebes darauf. Die Dauerspannung in dieser Gegend bewirkt, dass die Augen zugehen möchten. Erstaunlich ist, dass die müden Augen bei der Behandlung dieser Partien mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® sich sofort wieder wach und munter fühlen – und ebenso der ganze Mensch. Chronische Müdigkeit kann allerdings alternativ oder zusätzlich auch aus anderen Körperteilen kommen (siehe »Schlafstörungen«).
Ständiges Weinen
Es gibt Menschen, die so nah am Wasser gebaut haben, dass ihnen ihr eigenes ständiges Weinen unsinnig vorkommt, ja manchmal sogar peinlich ist, sie es aber dennoch nicht abstellen können.
In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln wir in solchen Fällen von ständigem Weinen zusätzlich zu den Augen das Gebiet der Nackenmuskelansätze am unteren Hinterkopf. Wenn diese Spannungsherde beseitigt sind, gibt sich gewöhnlich das ständige Weinen und die Betroffenen weinen wieder in normalem Umfang.
Nicht weinen können
Häufiger anzutreffen als ständiges Weinen ist das gegenteilige Problem, dass Menschen zwar zum weinen zumute ist und sie sich direkt danach sehnen, weil sie sich dann erleichtert fühlen würden, sie aber nicht weinen können. Das ist häufig der Fall bei Menschen, die früher gelernt und geübt haben, ihr Weinen zu unterdrücken. Wie jeder Mensch, der weinen unterdrückt, haben sie dafür außer den Augen den Hals vorn angespannt. Da sie diese Spannung, die auch ihre Atmung beeinträchtigt, schließlich gewohnheitsmäßig beibehalten, können sie nicht mehr weinen.
In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandelt man in solchen Fällen von nicht weinen können daher außer den Augen auch die Halsmuskeln und vor allem das Bindegewebe darauf. Oft fangen die Patienten schon während der Behandlung spontan an zu weinen, ohne dass sich das weinen auf einen bestimmten Inhalt bezieht.
Hängelider und „Lähmung“ des Augenoberlids
Hängelider und eine „Lähmung“ des Augenoberlids können dadurch entstehen, dass durch verfestigtes Bindegewebe auf dem Oberlid der Levator palpebrae superioris (das ist der Muskel, der das Oberlid anhebt und damit das Auge öffnet) nicht funktioniert. Daher behandeln wir in Fällen von Hängelid oder gelähmtem Lid, oder denen keine organische Ursache zugrunde liegt, das Bindegewebe auf dem Oberlid. Da bei Hängelidern meist auch der gesamte Orbicularis-Oculi-Muskel verspannt ist, beziehen wir diesen Muskel in die Behandlung mit ein, bis sich die Lider wieder frei bewegen. Die Augen erscheinen nach der Behandlung größer, da sie weiter geöffnet sind, und sie fühlen sich meist wie befreit an.
Unklares Sehen und verschwommenes Sehen
Verschwommenes und unklares Sehen tritt häufig zusammen mit Kopfschmerzen und anderen Kopfmissempfindungen auf, manchmal auch im Rahmen einer Depression. In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln wir verschwommenes und unklares Sehen daher nicht nur in der Augenumgebung, sondern auch an Nacken-, Kopf- und Atemmuskulatur.
Dissoziation
Bei Dissoziation (Abschalten, nicht ganz da sein, den Blick ins Nirgendwo gerichtet) und mangelndem Blickkontakt hat der Patient sich meist angewöhnt, die Augen nach oben anstatt auf sein Gegenüber schauen zu lassen. Daher wird in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® der obere gerade äußere Augenmuskel gelockert. Meist ist auch der Nacken in einer bestimmten Stellung fixiert, da der Kopf sich immer mit den Augen bewegt. Deshalb wird in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® der Nacken und eventuell eine Fehlhaltung in die Behandlung einbezogen. Schaut der Betreffende eher durch den andern durch, muss er fixieren lernen, was mit lockeren Augen leichter geht. Dissoziation tritt häufig mit Angst oder Depression zusammen auf. In solchen Fällen sollten natürlich Angst und Depression mitbehandelt werden.
Grau in grau sehen
Das Gleiche gilt für das grau in grau Sehen: es tritt vor allem bei Depression auf. Das erstaunliche ist, dass es sich bei „Grau in grau Sehen“ nicht nur um eine Metapher handelt, die die Weltsicht bei Depression beschreibt, sondern dass nach Behandlung der Augen mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® die Patienten tatsächlich spontan äußern, es sei heller geworden und die Welt wieder farbiger.
Doppelbilder
Das Sehen von Doppelbildern kann dadurch bedingt sein, dass die äußeren Augenmuskeln an einem Auge verspannt sind. Dadurch bewegt sich das betroffene Auge nicht ausreichend mit nach links oder rechts bzw. oben oder unten (je nach dem welcher Muskel betroffen ist), so dass unterschiedliche Bilder entstehen. Das kann zum Beispiel durch einen Unfall erfolgt sein, wobei gar nicht das Auge selbst verletzt worden sein muss. In solchen Fällen von Doppelbildern behandelt man in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® die betroffenen äußeren Augenmuskeln, soweit sie sich von außen erreichen lassen, sowie das Bindegewebe im inneren oder äußeren Außenwinkel, wodurch das Auge seine normale Beweglichkeit wieder gewinnt. Natürlich gibt es andere Ursachen von Doppelbildern, die vor einer körpertherapeutischen Behandlung fachärztlich abgeklärt werden sollten.
Starre Augen
Starre Augen sind dadurch bedingt, dass die äußeren Augenmuskeln und die Augenschließmuskeln sowie das Bindegewebe auf ihnen starr und unbeweglich sind. Auffallend ist, dass starre Augen dazu führen, dass Nacken und ganzer Körper starrer sind als normal. Starre Augen treten häufig bei Angstzuständen auf, bei denen der ganze Körper und insbesondere die Atemmuskulatur erstarrt sind (siehe unter »Angst«). Werden starre Augen durch Behandlung mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® wieder frei beweglich, wirkt sich das daher auch positiv auf das Gesamtbefinden aus.
Augen und Nacken
Zwischen Augen und Nacken besteht ein enger Zusammenhang, ebenso wie zwischen Nackenspannung und gesamter Körperhaltung sowie zwischen Augenspannung und Atmung. Deshalb werden bei Augenbeschwerden in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® die Kopfstellung und die gesamte Körperhaltung auf muskuläre Verspannungen überprüft und gegebenenfalls behandelt (siehe »Nacken«).
Therapeuten, die mit »Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl®« behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste.