Die häufigste Ursache von Hüftschmerzen sind Fehlhaltungen (oft aufgrund von Verletzungen) und "dumme Angewohnheiten".

Einseitige Schmerzen an der Hüfte außen

entstehen oft, wenn man mit dem Gewicht auf einem Bein steht. Dadurch wird der ganze Körper schief. Eine solche Schiefhaltung von unten entsteht häufig durch frühere Bein- oder Fuß-Verletzungen. Man weicht dem Schmerz aus, indem man sich auf das andere Bein stellt. Häufig ist das gewichtsbelastete Bein schließlich dicker, muskulöser als das andere. Die Schiefhaltung behält man in allen Lebenslagen bei. Wer zum Beispiel im Stehen das Gewicht immer auf dem rechten Bein hat, sitzt auch mit dem Oberkörper nach rechts geneigt und hat das Gewicht auf dem rechten Sitzbein.

Auch wenn - zum Beispiel infolge eines Armbruchs - eine Schiefhaltung des Oberkörpers entstanden ist, wirkt sich das auf Becken und Hüfte aus: das Gewicht des zu einer Seite geneigten Oberkörpers lastet auf einem Bein, die Hüfte dieses Beines kommt außen in Dauerspannung, das Becken steht schief und ist auf einer Seite hochgezogen.

Wie auch immer die Entstehungsgeschichte war: Durch die Dauerspannung in den entsprechenden Muskeln zieht es einen wie magisch immer wieder in diese Fehlhaltung hinein, bis man sie schließlich so fest einprogrammiert hat, dass man nicht anders kann, als dauernd schief zu stehen und zu sitzen. Man selbst ist allerdings meist völlig überzeugt, gerade zu sein, obwohl man immer schief ist. Ein Traumamuster ist entstanden.

Bei Frauen entstehen einseitige Hüftschmerzen oft durch die Gewohnheit, sich kleine Kinder auf die Hüfte zu setzen. Das kann man nur, wenn man die betreffende Hüfte nach außen und oben schiebt.

Macht man das einige Monate bis Jahre, bleibt man auch ohne Kind in dieser Haltung.

Es haben sich Verspannungen in den betreffenden Hüftmuskeln gebildet, die sich von allein nicht mehr lösen. Dadurch ist es am bequemsten, immer wieder in diese Fehlhaltung mit dem Beckenschiefstand zu gehen.

 

Beidseitige Hüftschmerzen, die bis ins Gesäß ziehen

entstehen meist, wenn man ständig mit außenrotierten Beinen steht, geht und sitzt: das tun vor allem Männer gern. Frauen empfinden es für sich selbst eher als obszön, mit so weit geöffneten Schenkeln da zu sitzen.

Auch die Hohlkreuzhaltung des Startmusters, ist mehr bei Männern verbreitet. Das Startmuster geht mit zurück gelehntem Oberkörper und mit verspannten Außenrotatoren einher, was man an den ständig außenrotierten Beinen sieht (d.h. die Beine stehen nicht parallel, die Fußspitzen zeigen nach außen). Das halten viele für normal, aber es führt häufig zu Hüftschmerzen.

Leider sind die "dummen Gewohnheiten" nicht einfach abstellbar. Was Sie gegen Hüftschmerzen tun können und wie Sie die lästigen Gewohnheiten wieder loswerden, erfahren Sie unter: Professionelle Behandlung und Selbsthilfe bei Hüftschmerzen.