Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl
Sensomotorische Körpertherapie
nach Dr. Pohl®
Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl
Sensomotorische Körpertherapie
nach Dr. Pohl®

Professionelle Behandlung und Selbsthilfe bei Hüftschmerzen

Hier finden Sie Hilfe bei Hüftschmerzen durch professionelle körpertherapeutische Behandlung und durch Anleitung zur Selbsthilfe

Behandlung von Hüftschmerzen mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl®

Die Behandlung bei HüftschmerzenTherapeuten der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln Hüftmuskelschmerzen je nach Art und Lage der Hüftschmerzen unterschiedlich. Auf jeden Fall behandeln sie sowohl die schmerzenden Stellen in Muskeln oder Bindegewebe als auch das Spannungsmuster, das sich durch den ganzen Körper zieht. Oft stellt sich auch erst während der Behandlung heraus, welche Verletzung ursprünglich zu der Schiefhaltung geführt hat und diese Stelle muss behandelt werden, damit der Patient wieder ohne Fehlhaltung stehen und sitzen kann.
Immer geben Therapeuten der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® den Patienten speziell auf ihr Problem zugeschnittene Übungen mit nach Hause und führen nach den eigentlichen Schmerzbehandlungen ein Körperbewusstseinstraining durch, damit die Patienten ihre Alltagsbewegungen und -haltungen ändern lernen, die zu ihren Hüftschmerzen geführt haben. Dadurch wird die Behandlung nachhaltig.

Näheres zu den einzelnen, ineinander verzahnten Behandlungsmethoden, die von Therapeuten der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® bei den unterschiedlichen Formen von Hüftschmerzen angewendet werden, finden Sie unter Die einzelnen Verfahren.

Einen in Sensomotorischer Körpertherapie ausgebildeten Behandler für Ihre Hüftschmerzen finden Sie auf der Therapeutenliste.


Selbsthilfe bei Hüftschmerzen

Als Erste-Hilfe-Maßnahmen zur Behandlung Ihrer Hüftschmerzen gibt es hier

Selbstbehandlungen

Wo Muskeln verspannt sind, bilden sich genau umschriebene druckschmerzhafte Punkte, vor allem an den Ansätzen der Muskeln an den Knochen. Da Sie bei den Selbstbehandlungen genau auf diese Punkte drücken, sind die Selbstbehandlungen schmerzhaft. Dieser Druckschmerz jedoch bei Selbstbehandlung schnell nach. Meist können Sie dann spüren, wie der Muskel bzw. seine Sehne unter Ihrem Finger lockerer wird - und den nächsten Schmerz-Punkt suchen.

bei Hüftschmerzen außen:

Aktive Schmerzpunkt-Selbstbehandlung Abduktoren

  • Seitlage, unteres Bein gebeugt, oberes gestreckt
  • Schmerzpunkte außen auf dem Becken (oben liegende Seite) und Oberschenkel suchen und gedrückt halten
  • Bewegung: gestrecktes Bein langsam anheben und wieder absenken. So lange bewegen, bis der Schmerz nachlässt und das Bein sich besser hebt.

bei Schmerzen, die von der Hüfte ins Gesäß ziehen:

Aktive Schmerzpunkt-Selbstbehandlung Außenrotatoren

  • Seitenlage, schmerzhafte Seite oben, Beine gebeugt.
  • Mit dem Finger oder Daumen am hinteren Rand des Trochanters (Knochen in der Mitte der Hüfte) entlang drücken. Jeden dabei gefundenen Schmerzpunkt gedrückt halten.
  • Bewegung: das obere Knie anheben und senken. Den oberen Fuß dabei auf dem unteren liegen lassen.
  • Wenn der Schmerz am gedrückten Punkt nachlässt, den nächsten schmerzhaften Muskelansatzpunkt am Trochanter suchen und genauso verfahren.

Bei Hüftschmerzen seitlich vorn

Aktive Schmerzpunkt-Selbstbehandlung Innenrotatoren (X-Beine)

  • Rückenlage. Mit den Fingern die Hüfte vorn nach druckschmerzhaften Punkten absuchen. Jeweils einen dieser Punkte gedrückt halten.
  • Bewegung: das zugehörige Bein nach innen drehen, dann wieder in die Ausgangslage zurück. Mehrfach hin und her drehen, bis der Schmerz an diesem Punkt nachlässt. Dann den nächsten schmerzhaften Punkt in dieser Gegend suchen und so fort.
  • Haben sich die Innenrotatoren des Beins auf diese Weise entspannt, ist das Bein lockerer und der Fuß zeigt nicht mehr senkrecht Richtung Zimmerdecke..


Übungen

Die Übungen

  • am besten täglich zur gleichen Zeit ausführen
  • jede Übung etwa 10 mal hintereinander
  • jede Übung sehr langsam ausführen
  • genau hinspüren, welche Muskeln Sie dabei anspannen und entspannen
  • keinen Ehrgeiz entwickeln. Wenn sich die Muskeln durch die Übungen lockern, werden die Bewegungen von allein größer.
  • Nicht maximaler Kraftaufwand und Anstrengung sind wichtig, sondern genaues ansteuern der Muskulatur. Dafür braucht es möglichst viel Spüren und möglichst wenig unnötige Anspannung.

Gegen Schmerzen außen an der Hüfte

Für die Muskeln an der Hüfte außen:

  • Seitlage, unteres Bein gebeugt, oberes gestreckt,
  • Gestrecktes Bein anheben und langsam wieder absenken. Spüren, wie die Muskeln außen an der Hüfte sich beim Heben des Beins anspannen und sich beim Senken des Beins allmählich entspannen.
  • Steigerung: sich in Seitlage ganz an den Rand einer Liege oder eines Tischs legen, das Bein wie vorher anheben und vor oder hinter dem anderen Bein nach unten sinken lassen (unter die Tischhöhe).

Gegen Hüftmuskel-Verspannung bei Schiefhaltung:

Für die seitlichen Muskeln des ganzen Körpers:

  • Seitlage, unteres Bein gebeugt, oberes gestreckt; unterer Arm unter Kopf, oberer Arm nach oben ausgestreckt.
  • Bewegung: Oberes Bein und oberen Arm gestreckt heben und sich über der Körperseite treffen lassen, Hand berührt Bein.
  • Spüren, wie nicht nur das Bein mit den äußeren Hüft- und Oberschenkelmuskeln gehoben wird, sondern auch das Becken auf der oberen Seite hoch Richtung Schulter gezogen wird und die Rippen sich bei der Armbewegung zusammenschieben.
  • Langsam alles wieder ablegen.
  • Sich auf den Rücken drehen und spüren: Ist die Seite, die vorher oben lag, länger, entspannter geworden? Seitenwechsel

Für ein beweglicheres Becken:

Für die Muskeln in der Taille: Gehen mit dem Becken im Sitzen

  • Auf dem Boden sitzen, Beine - wenn möglich - ausgestreckt.
  • Becken zunächst auf einer Seite, dann auf der anderen Seite nach vorn bewegen.
  • Auf diese Weise sich durch den Raum bewegen, dabei die Becken- und Wirbelsäulenbewegung spüren.


Tipps für den Alltag

Wenn Sie versuchen, diese Tipps im Alltag umzusetzen, werden Sie sich immer wieder dabei ertappen, dass Sie in Ihre alte Fehlstellung oder Fehlhaltung zurück rutschen. Wenn Sie die oben beschriebenen Selbstbehandlungen und Übungen zuerst durchführen, wird Ihnen die anschließende Umstellung sehr viel leichter fallen.

  1. Stehen Sie möglichst immer mit dem Gewicht gleichmäßig auf beiden Beinen.
  2. Sitzen Sie auch mit gleicher Gewichtsverteilung auf Ihren Sitzknochen.
  3. Schlagen Sie Ihre Beine beim Sitzen nicht übereinander.
  4. Halten Sie Ihre Beine beim Sitzen und Stehen etwa hüftbreit auseinander, nicht enger und nicht weiter.
  5. Gehen Sie mit parallelen Füßen.
  6. Stellen Sie sich beim Gehen vor, dass Ihre Beine beim Becken anfangen und bewegen Sie immer eine Hüfte nach vorn, die andere nach hinten.

Bei stärkeren Beschwerden suchen Sie am besten einen Therapeuten auf. Therapeuten der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® finden Sie auf der Therapeutenliste.

Das Buch von Dr. Pohl

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