Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl
Sensomotorische Körpertherapie
nach Dr. Pohl®
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nach Dr. Pohl®

Armschmerzen und Armbeschwerden

Armschmerzen, Schmerzen am Oberarm, Schmerzen am ganzen Arm, Nervenschmerz am Arm, Schwäche, Kraftlosigkeit, Schwellungen an den Armen, Armbeschwerden durch Verspannungen an Arm, Schulter, Oberkörper.

Wie man an Armschmerzen und Armbeschwerden leidet
  • Man kann sich kaum den Mantel anziehen, weil der Arm so steif und schmerzempfindlich ist.
  • Nach einem Tag am Schreibtisch schmerzt der rechte Arm oben an der Schulter bei jeder Bewegung
  • Seit einem Unfall mit Bruch und Gips ist der Arm nicht mehr recht zu gebrauchen.
  • Man kann sich die Haare nicht mehr selbst kämmen, weil man seine Arme nicht mehr bis zum Kopf hoch bekommt.
  • Wie ein elektrischer Draht zieht es den Arm entlang bis in die Finger.
  • Will man etwas Schweres heben, sackt der Arm einfach weg.
  • Seit einer Brustoperation ist ein Arm unförmig dick und lässt sich nur noch schlecht bewegen
  • Der Arm schmerzt extrem, die Muskeln schwinden, es gibt Einziehungen und Schwellungen.

Armschmerzen

Hier geht es hauptsächlich um Schmerzen und Beschwerden am Oberarm und am ganzen Arm. Andere Armbeschwerden finden Sie unter Ellbogenschmerzen und Ellbogenbeschwerden, sowie unter Unterarm- und Fingerbeschwerden.

Armbeschwerden

Schmerzen am oberen Oberarm bzw. an der Schulter außen kommen häufig zusammen mit Armschmerzen vor, die durch den ganzen Arm ziehen. Sie werden deshalb oft als Schulter-Arm-Syndrom bezeichnet, was jedoch nichts über die Ursache aussagt. Meist schmerzen die Oberarme bei Bewegung, manchmal auch, wenn man nachts auf dem Arm liegt.

Schmerzen aus Muskeln und Bindegewebe/Faszien.

Posterior MuskelSchmerzen im oberen Arm/ an der Schulter außen fühlen sich oft so an, als kämen sie direkt aus dem Schultergelenk. Fasst man die Patienten an, kann man bei der manuellen Untersuchung aber immer feststellen, dass Schmerzen durch Dauerkontraktionen in Muskeln und/oder im Bindegewebe / Faszien auf diesen Muskeln bedingt sind.

Eine Arthrose ist nicht die Ursache

Selbst wenn im Röntgenbild eine Arthrose des Schultergelenks sichtbar ist, so ist diese doch selbst nicht schmerzhaft (Knorpel hat keine Schmerzrezeptoren), sondern kommt dadurch zustande, dass die verspannten Muskeln die Gelenksflächen zusammen drücken, sodass diese aufeinander reiben.

Woher die Schmerzen tatsächlich kommen

Die Verspannungen können sich außer am Arm selbst, auch an Schulter- oder Körpermuskeln befinden. Woher diese Verspannungen im Oberarm, an der Schulter, am Körper außen kommen, steht unter Schmerzen im oberen Oberarm bzw. an der Schulter außen beschrieben.

Am häufigsten sind Armschmerzen und Armbeschwerden dadurch bedingt, dass man die Arme nicht aus den Schultern und nicht aus dem Körper bewegt. Mit dem Selbsttest auf richtige Armbewegungen können Sie feststellen, ob Ihre Armbeschwerden auf falsche, weil festgehaltene Bewegungen zurück zu führen sind.


Bewegungseinschränkungen des Arms

Durch die Verkürzung der Muskeln und des Bindegewebes sind Armschmerzen meist mit Bewegungseinschränkungen der Arme verbunden. Wenn man keine Bewegung erzwingt, können Bewegungseinschränkungen am Arm auch nahezu schmerzfrei sein. Immer aber sind sie im täglichen Leben sehr hinderlich.Die häufigsten Bewegungseinschränkungen des Arms sind:

  • der Arm lässt sich nicht seitlich anheben
  • der Arm lässt sich nicht über den Kopf heben
  • der Arm lässt sich nicht nach hinten führen

Unter Bewegungseinschränkungen des Arms lesen Sie mehr darüber.


Nervenschmerzen im Arm

Nervenschmerzen am ArmVerspannte Muskeln können Schmerzen bedingen, indem sie an bestimmten Stellen die Armnerven quetschen, die dann ihrerseits sehr intensive Schmerzen hervorrufen. Diese Nervenschmerzen ziehen oft durch den ganzen Arm, oft wie ein "glühender elektrischer Draht". Sie sind häufig mit anderen unangenehmen Empfindungen wie Kribbeln oder Taubsein verbunden.

  • Wie
  • welche Muskeln
  • welche Arten von Nervenschmerzen und Missempfindungen

hervor rufen können, ist unter Nervenschmerzen im Arm ist beschrieben.


Spezielle Armbeschwerden

Außer Muskel- und Nervenschmerzen gibt es am Arm spezielle Armbeschwerden, die ebenfalls den ganzen Arm ergreifen können.

  • Kraftlosigkeit
  • Schwelllungen
  • Einziehungen, Muskelatrophien

Armbeschwerden dieser Art gehen besonders vom verspannten Bindegewebe / Faszien der Haut und Unterhaut des betreffenden Arms aus. Sie sind zum Teil auch sehr schmerzhaft. Dazu gehören:

Auch diese Armbeschwerden können mit Bewegungseinschränkungen der Arme verbunden sein.


Ursachen
von Armschmerzen und Armbeschwerden

Die meisten Armschmerzen und Armbeschwerden sind nicht durch medizinische Faktoren im engeren Sinn bedingt, sondern durch Dauerkontraktionen in Muskulatur und Bindegewebe, die man sich im Alltag durch "dumme Angewohnheiten" zugezogen hat. Daneben kommen Verletzungen, Narben, und äußere Faktoren als Ursachen von Armschmerzen und Armbeschwerden in Betracht. Mehr zu den Ursachen lesen Sie unter Ursachen Schulter-Arm-Hand-Beschwerden.


Behandlung
von Armschmerzen und Armbeschwerden

In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln wir in erster Linie die verspannten Muskeln bzw. das Bindegewebe / Faszien auf ihnen. Diese liegen allerdings meist nicht am Arm selbst, sondern an den Schultern und/oder im Körper. Wenn Muskeln und Bindegewebe / Faszien durch diese Behandlung wieder locker sind, werden die Nerven auch nicht mehr gequetscht und die Nervenschmerzen schwinden von allein.
Mehr zur Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® bei Armschmerzen und Armbeschwerden finden Sie unter Behandlung von Armbeschwerden beschrieben.

Therapeuten

Therapeuten, die Armschmerzen und Armbeschwerden auf diese Weise behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste.

Mehr Informationen

Viele interessante Informationen zu den Armen, ihren Funktionen und Beschwerden finden Sie auch in dem Buch von Helga Pohl.

Selbsttests auf richtige Armbewegungen

Sich selbst auf gesunde oder schädliche Armbewegungen testen. Falsche Bewegungen der Arme erkennen. Untersuchen, ob man Schultern und Körper im Alltag mitbewegt oder mit unbewusst verspannten Muskeln festhält.

Was ist eine falsche Armbewegung?

Es gibt eigentlich keine falschen Arm-Bewegungen. Wenn Sie aber Ihre Arme nicht aus den Schultern und dem ganzem Körper bewegen, setzen Sie in Wirklichkeit die großen Arm-Muskeln, die Ihnen Kraft geben würden, gar nicht ein. Ohne es zu wollen oder zu merken, halten Sie diese Muskeln ständig angespannt, womit Sie sich selbst schaden.

Daher sind die nachfolgenden Tests eigentlich Tests auf Nicht-Bewegung der Schulter- und Körpermuskulatur. Diese Nicht-Bewegung ist es, die die meisten Armschmerzen und Armbeschwerden verursacht. Gesunde Armbewegungen gehen durch den ganzen Körper. Die Tests werden hier für Rechtshänder beschrieben. Linkshänder sollten sie natürlich mit ihrer dominanten linken Hand durchführen.


Tests auf Mitbewegung der Schulter

    1. Legen Sie sich die linke Hand auf das rechte Schlüsselbein
      1. Bewegen Sie Ihre Hand nach vorn, als wollten Sie jemandem die Hand geben, und bringen Sie Hand und Arm wieder an den Ausgangspunkt zurück
      2. Spüren Sie, dass das Schlüsselbein sich unter ihrer Hand deutlich bewegt?
      3. Bewegen Sie Hand und Arm nach hinten.
      4. Spüren Sie, dass das Schlüsselbein sich unter ihrer Hand deutlich bewegt?
      5. Wiederholen Sie das Ganze auf der anderen Seite

    2. Legen Sie sich Ihre linke Hand seitlich außen oben auf den Brustkorb rechts und zwar ziemlich weit oben hin, unter die rechte Achsel.
      1. Bewegen Sie Ihre rechte Hand mitsamt dem rechten Arm nach vorn (waagerecht oder etwas nach unten gerichtet), als wollten Sie nach etwas greifen. Bringen Sie dann Hand und Arm wieder an den Ausgangspunkt zurück.
      2. Spüren Sie unter ihrer linken Hand eine deutliche Bewegung?
      3. Bewegen Sie Ihre rechte Hand mitsamt dem rechten Arm nach hinten.
      4. Spüren Sie unter ihrer linken Hand eine deutliche Bewegung?
      5. Wiederholen Sie das Ganze auf der anderen Seite

    3. Für PC-Arbeiter: Wiederholen 1 und 2 mit sehr kleinen Bewegungen, als wollten Sie die Computermaus vor und zurück schieben - oder schieben Sie sie tatsächlich. Können Sie leichte Bewegungen unter Ihrer Hand spüren?
      1. des Schlüsselbeins?
      2. auf dem Brustkorb unter der Achsel?

    4. Legen Sie sich im Stehen die linke Hand auf den Rücken, und zwar auf das rechte Schulterblatt (wenn Sie so beweglich sind, sonst lassen Sie jemand andere seine Hand auf Ihr Schulterblatt legen).
      1. Versuchen Sie dann, den rechten Arm seitlich bis über die Waagerechte hinaus nach oben (Richtung Decke oder Himmel) zu bewegen
      2. Können Sie oder Ihr Helfer dabei eine deutliche Bewegung Ihres rechten Schulterblatts spüren?

Tests auf Mitbewegung des Körpers

  1. Legen Sie sich die linke Hand mit dem Handrücken unterhalb des Schulterblatts auf den Rücken rechts.
    1. Bewegen Sie die rechte Hand mit dem rechten Arm wieder nach vorn, als wollten Sie vorn nach etwas greifen.
    2. Dann bewegen Sie den Arm nach hinten als wollten Sie hinten etwas greifen.
    3. Spüren Sie bei beiden Armbewegungen eine deutliche Bewegung unter Ihrer linken Hand?
    4. Wiederholen Sie das Ganze auf der anderen Seite.

  2. Legen Sie sich im Stehen die linke Hand flach seitlich auf die Taille, zwischen Rippen und Beckenrand.
    1. Heben Sie den rechten Arm und strecken sie ihn über den Kopf nach oben (soweit sie können)
    2. Spüren Sie unter Ihrer linken Hand eine deutliche Bewegung? Bewegen sich Brustkorb und Becken auseinander, wird der Abstand zwischen ihnen größer?
    3. Wiederholen Sie das Ganze auf der anderen Seite.

  3. Legen Sie sich im Sitzen die linke Hand auf den Übergang zwischen Brustkorb und Oberbauch ("Magen-Gegend").
    1. Bewegen Sie den rechten Arm nach vorn, als wollten Sie etwas greifen oder die PC-Maus schieben.
    2. Spüren Sie unter Ihrer linken Hand eine Bewegung? Bewegt sich Ihr Brustkorb auf der rechten Seite etwas nach vorn?
    3. Bewegen Sie Ihren rechten Arm nach hinten, als wollten Sie in den Mantelärmel schlüpfen.
    4. Spüren Sie unter Ihrer linken Hand eine Bewegung? Bewegt sich Ihr Brustkorb auf der rechten Seite etwas nach hinten?
    5. Wiederholen Sie das Ganze auf der anderen Seite.

Auswertung:

Ja-Antworten bei 1. bis 4.

bedeuten, dass Sie bei Armbewegungen die Schulter mitnehmen. Ja-Antworten bei 3. bedeuten z. B: , dass Sie beim Armheben Ihren Schultergürtel richtig einsetzen (ohne diese Bewegung kommen Sie mit Arm beim Heben nicht über die Waagerechte hinaus)

Ja-Antworten bei 5. bis 7.

bedeuten, dass Sie Ihre Arm aus dem Körper bewegen. Ja-Antworten bei 6. bedeuten z.B., dass Sie Ihren Arm aus dem ganzen Körper heben.

Nein-Antworten

Wenn Sie auch nur eine der Fragen mit nein beantwortet haben, sind Sie gefährdet, Arm- oder Schulterprobleme zu entwickeln. Falls Sie sie schon haben, kennen Sie jetzt die Ursache: Sie haben Verspannungen in den Muskeln, die Ihre Arme von den Schultern und/oder dem Körper her bewegen. Dadurch überlasten Sie Ihre Armmuskulatur.


Ursachen der Dauerkontraktionen in Schulter- und Körpermuskeln

Unter Ursachen von Schulter- Arm- und Fingerproblemen erfahren Sie,

  • wie Sie wahrscheinlich zu Ihren Verspannungen gekommen sind,
  • wie Sie sie heute (unwillkürlich) noch ständig aufrechterhalten.

Wie Sie die schädlichen Dauerkontraktionen loswerden können

Leider kann man die dummen Angewohnheiten, die zu den Armbeschwerden geführt haben oder sie heute noch aufrechterhalten, nicht einfach abstellen. Die falschen Bewegungen sind längst "eingefleischt" und werden inzwischen von unwillkürlichen Hirnteilen gesteuert, die dem Bewusstsein nicht ohne weiteres zugänglich sind. Man braucht daher

  • eine professionelle Behandlung der betroffenen Muskel- und Bindegewebspartien
  • und anschließend eine Hilfe beim Einüben neuer Gewohnheiten.

Beides liefern die Therapeuten der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl®. Was Sie genau bei Armschmerzen und Armbeschwerden für Sie tun können, erfahren Sie unter Behandlung von Armbeschwerden.

Therapeuten

Namen und Adressen dieser Therapeuten finden Sie auf der Therapeutenliste.

Schmerz im Oberarm, Schmerz außen an der Schulter

Schmerz Oberarm, Schmerz in der Schulter außen, Schulterschmerz, Armschmerz, bedingt durch Verspannungen in Muskeln und Bindegewebe, Schulter-Arm-Syndrom.

Wie sich der Schmerz anfühlt

Der Schmerz im oberen Oberarm dürfte der häufigste unter den Armschmerzen sein. Manche verstehen den Schmerz am oberen Oberarm auch als Schmerz an der Schulter außen (je nachdem, wie man Oberarm oder Schulter definiert).
Oft zieht der Schmerz auch von Schulter/Oberarm in den ganzen Arm. Er wird dann häufig Schulter-Arm-Syndrom genannt.
Häufig ist jede Bewegung des Arms schmerzhaft, bei der der Arm nach oben oder unten, nach vorn oder hinten bewegt wird.: z. B.

  • das An- Ausziehen eines Pullovers,
  • das Kämmen,
  • der Griff nach der Kaffeetasse
  • das soziale Handgeben
  • usw., usw.

Der Schmerz kann an beiden Seiten zugleich oder nur auf einer Seite auftreten. Ist nur eine Seite betroffen, so ist das meist die dominante Hand (mit der man mehr tut), bei Rechtshändern also die rechte, bei Linkshändern die linke.

Was schmerzt

Schmerz im oberen Oberarm Was schmerzt, ist ein Muskel namens Deltoideus (oder ein Teil davon) bzw. das Bindegewebe / Faszien auf ihm. Diesen Muskel gibt es natürlich auf beiden Seiten. Er dient hauptsächlich dem Abspreizen und seitlichen Anheben des Arms. Den vorderen Teile allein spannen wir beim Vorwärtsbewegen des Arms an, den rückwärtigen allein beim nach hinten bewegen des Arms.

Wenn man den Deltoideus-Muskel von außen mit Druck abtastet, findet man an den Stellen des Hauptschmerzes oft harte, druckschmerzhafte Stränge, die von oben nach unten verlaufen. Schmerzt nur das Bindegewebe / Faszien auf dem oberen Teil des Muskels, ist der Schmerz diffuser und es fühlt es sich oft an, als käme der Schmerz direkt aus dem Schultergelenk.


Woher der Oberarm- oder Schulterschmerz kommt

Obwohl sich der Schmerz oft anfühlt, als käme er aus dem Schultergelenk, so kommt er doch von außen, aus Muskeln und Bindegewebe/Faszien. Das gilt auch, wenn eine Arthrose des Schultergelenks festgestellt wurde (mehr dazu unter Armschmerzen und Armbeschwerden). Es gibt verschiedene Ursachen für Verspannungen, die Schmerzen am Oberarm außen bedingen können.

Stürze und Verletzungen

Schmerzen am oberen Oberarm stellen sich manchmal plötzlich nach stark belastenden, quetschenden oder zerrenden Bewegungen ein, z. B. nach Stürzen, wenn man zur Seite auf den Arm fällt. Fast immer war dem Sturz aber eine Unbeweglichkeit des Schultergürtels voraus gegangen, sodass der Deltoideus-Muskel schon vor dem Sturz- Ereignis in Dauerspannung war, weil er die Aufgaben der Schultergürtelmuskulatur und einiger Muskeln des übrigen Körpers mit erledigen bzw. gegen deren Gegenzug anarbeiten musste. Der Sturz hat ihm sozusagen nur den Rest gegeben.

Den Arm abgespreizt halten

abgespreizter ArmMit dem Deltoideus-Muskel hebt man den Arm seitlich an. Häufigste Ursachen für Schmerzen am oberen Oberarm ist daher die dumme Angewohnheit, einen Arm oder beide Arme ständig vom Körper weggehoben zu halten. Viele tun das, indem sie mit abgespreiztem Arm arbeiten. Das heißt: bei jedem Hantieren mit den Händen halten sie die Arme gewohnheitsmäßig seitlich vom Körper weg z. B.

  • beim Telefonieren,
  • beim Autofahren,
  • beim Schieben der Computermaus.


dominante HandHat man sich diese Gewohnheit einmal zugelegt, führt man sie schließlich - ohne es zu merken - bei allen Alltagsbewegungen aus:

  • beim Heben einer Tasse
  • beim Hand geben zur Begrüßung
  • beim Aufschrauben eines Glases
  • usw., usw.

Normal wäre, bei all diesen Tätigkeiten die Arme einfach in der Schwerkraft hängen zu lassen. Das abgespreizt halten bedeutet eine ständige Anspannung im Deltoideus-Muskel, denn der ist es ja für das Abspreizen des Armes zuständig. Diese Dauerspannung führt mit der Zeit unausweichlich zu Versteifung und Schmerzen im Bereich des oberen Oberarms, denn in dieser Position muss man das Gewicht der Arme immer gegen die Schwerkraft halten.

Besonders schädlich ist die Gewohnheit, wenn man außerdem die betreffende Schulter immer hochgezogen hält (siehe unteres Foto). Dann werden Arm und Schulter völlig unbeweglich und es schmerzt auch auf der Schulter oben. Näheres dazu steht Schmerz oben auf der Schulter. Gesünder und "normaler" ist es, die Oberarme bei allen länger andauernden Tätigkeiten einfach neben dem Körper hängen und die Unterarme aufliegen zu lassen, so dass man nicht das Gewicht des Arms selbst zu halten braucht.

Körperfernes Heben und Tragen

Auch körperfernes Tragen mit nach vorn ausgestreckten oder abgespreizten Armen führt zu Überlastungen in den Arm- und Schultermuskeln. Durch die ungünstigen Hebelverhältnisse wird die Last sehr schwer, und die Muskeln müssen in stärkerer Dauerkontraktion gehalten werden. Daher heben wir schwere Lasten am besten so nah am Körper wie nur irgend möglich und tragen sie auch vorn direkt am Körper (was auch für die Bauch- und Rückenmuskeln leichter ist).

Körperfernes Heben und Tragen ist besonders in Berufen gefährlich, bei denen man oft schwerere Gewichte transportieren muss: vor allem bei Handwerkern, z. B. bei Schreinern. Die Oberarmschmerzen können bei ihnen so stark werden, dass sie dadurch berufsunfähig werden. Meist glauben die Betroffenen, ihre Arme und/oder Schultern seien von einer schweren Krankheit betroffen. Sie merken nicht, dass sie eigentlich nur an einer äußerst schädlichen, im wahrsten Sinne des Wortes "eingefleischten" Gewohnheit leiden.

Die gute Nachricht: diese Gewohnheit lässt sich mit den manuellen Behandlungen und vor allem mit dem Körperbewusstseinstraining der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® auch wieder beseitigen. Mehr dazu steht unter Die Behandlung von Armschmerzen.

Anpressen des Arms

Anpressen des ArmsAber auch das Gegenteil des abgespreizt Haltens kommt als Ursache für Schmerzen im oberen Oberarm in Betracht: anstatt einfach außen am Körper zu hängen, ist der betroffene Arm - z. B. infolge einer Verletzung - chronisch an den Körper gedrückt. Der so bedingte Schmerz ist fast immer einseitig. Den Arm an den Körper gedrückt zuhalten, ist eine Schutzhaltung, die man sich unbewusst nach Verletzungen, Stürzen, Gipsarmen zulegt. Man hält dabei unwillkürlich immer die Muskeln angespannt, die den Arm zum Körper hinführen (Arm-Adduktoren). Sie befinden sich am Oberkörper außen, unter dem Arm.

Hält man mit diesen Muskeln den Arm ständig an den Körper gedrückt, überanstrengt man beim seitlichen Anheben den Deltoideus-Muskel, denn er muss immer gegen die Kraft derjenigen Muskeln anarbeiten, die den Arm zum Körper hinziehen. In diesem Fall müssen natürlich vorrangig die seitlichen Körpermuskeln behandelt werden. Diese Muskeln außen am oberen Oberkörper schmerzen manchmal auch selbst. Unter Brustkorbschmerzen finden Sie viele Informationen zu dieser Art von Schmerzen.

Viele weitere Ursachen von Arm- und Schulterbeschwerden finden Sie unter Ursachen Schulter-, Arm-, Handbeschwerden aufgeführt.

Beim Selbsttest auf richtige Armbewegung finden Sie verschiedene Methoden, um selbst festzustellen, ob Sie Ihre Arme im täglichen Leben auf gesunde Weise bewegen.


Behandlung

Die Behandlung all dieser Schulter-Armschmerzen mit den verschiedenen Methoden der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® finden Sie unter Die Behandlung von Armschmerzen näher beschrieben.

Auf der Therapeutenliste finden Sie Therapeuten, die Sie mit dieser Methode professionell behandeln können.

Bewegungseinschränkungen der Arme

Bewegungseinschränkung Arm. Arm lässt sich nicht heben. Arm lässt sich nicht nach hinten bringen. Arm lässt sich nicht über den Kopf heben. Arm lässt sich nicht bewegen.

Die Probleme

Bestimmte Bewegungen des Arms (oder beider Arme) lassen sich nicht ausführen, obwohl keine Lähmung des Arms (z.B. durch einen Schlaganfall) vorliegt. Der Arm tut einfach nicht mehr das, was man möchte. Versucht man die Bewegung trotzdem zu erzwingen, ist das meist sehr schmerzhaft und man kommt in der Bewegung auch nicht viel weiter. Bewegungseinschränkungen der Arme können im Alltag ein großes Handicap darstellen. Kommen diese Bewegungseinschränkungen bei Handwerkern und anderen Menschen vor, die ihre Arme und Hände beruflich vielseitig bewegen müssen, stellen sie ein sehr ernsthaftes Problem dar. Im schlimmsten Fall führen sie zur Berufsunfähigkeit.

Falsche Vorstellung - falscher Lösungsversuch

Lässt sich der Arm nicht bewegen, denken die meisten Menschen, es handle sich um ein Problem

  • der Schwäche
  • der Armmuskeln.

Beides ist falsch. Fangen die Betroffenen an, die Armmuskeln zu trainieren, stellen sie daher bald fest, dass die Bewegungseinschränkungen dadurch nicht besser werden. Tatsächlich kommen die Probleme nicht von den Armen und nicht von einer Muskelschwäche. Oft kommen sie noch nicht einmal von den Muskeln.

Woran es tatsächlich liegt

AgonistenFür jede Bewegung gibt es Agonisten (Muskeln, die sich anspannen und verkürzen, um die Bewegung herbei zu führen) und Antagonisten (Muskeln, die sich entspannen und verlängern, um die Bewegung zu ermöglichen).

Beispiel: Man beugt die Arme, indem man die Bizeps-Muskeln vorn anspannt (Agonisten sind dabei die Muskeln, die man als "Muckis" zeigt), während die Trizeps-Muskeln hinten länger werden müssen (sie sind die Antagonisten, linke Abb. rot). Streckt man den Arm, spannt man die Trizeps-Muskeln an (sie sind jetzt Agonisten), während die Bizepsmuskeln (jetzt Antagonisten) länger werden müssen (rechte Abb. rot).

Bei einer Bewegungseinschränkung sind

  • nicht zu schwache Agonisten,
  • sondern zu verspannte Antagonisten

das Problem.

Verspannte, zu kurze Muskeln halten den Arm fest und verhindern damit in seine freie Bewegung. (Zum Problem des sich nicht streckenden Ellbogens siehe unter Ellbogenbeschwerden. Hier geht es um Bewegungseinschränkungen, die den ganzen Arm betreffen). Lässt sich der Arm zum Beispiel nicht heben, sind nicht diejenigen Muskeln zu schwach, die den Arm heben, sondern es sind diejenigen Muskeln zu angespannt, die den Arm unten halten. Will man in dieser Situation den Arm heben, gibt man gleichzeitig Gas (man spannt die Muskeln an, die den Arm heben) und zieht die Bremse (man hält die Muskeln angespannt, die den Arm zum Körper ziehen). Meist ist die Bremse stärker.

Die festhaltenden Muskeln (die Bremse) für die Bewegung des ganzen Arms befinden sich nicht im Arm selbst, sondern im Körper, denn der Arm wird normalerweise aus dem Körper bewegt (siehe Ursachen von Armbeschwerden). Mit dem Selbsttest auf richtige Armbewegungen können Sie feststellen, ob Sie Schulter und Körper bei Ihren Armbewegungen und Alltagstätigkeiten mit bewegen.

Oft sind nicht einmal die Muskeln das Problem sondern das Bindegewebe

Es kann sein, dass die Antagonisten-Gegend an Schulter oder Körper nur deswegen nicht nachgibt, nicht lang genug wird, weil das Bindegewebe / Faszien der Haut und Unterhaut hier zu fest ist. In diesem Fall ist das Bindegewebe / Faszien die Bremse. Ist es zu fest, wirkt es wie eine Vakuumverpackung um Fleisch. Nur weil die Verpackung so fest und eng ist, lässt es nicht bewegen. Daher behandeln wir in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® bei Bewegungseinschränkungen sehr häufig das Bindegewebe / Faszien (siehe Die Behandlung von Armbeschwerden).

Selbst wenn der Arm tatsächlich schwach und kraftlos sein sollte, liegt das nicht an einer Muskelschwäche, sondern an einer Verspannung im Bindegewebe / Faszien der Haut und Unterhaut, so dass die darunter liegenden Muskeln bei der Bewegung nicht anspringen. In diesem Fall kann es so gar das Bindegewebe / Faszien auf den Agonisten sein. Näheres dazu finden Sie unter: Schwäche, Kraftlosigkeit des Arms.


Haupt-Bewegungseinschränkungen der Arme

Es gibt viele verschiedene Bewegungseinschränkungen der Arme. Hier werden die häufigsten beschrieben. Oft kommen diese einzelnen Beschwerden in Kombination auf.

1. Der Arm lässt sich nicht seitlich vom Körper weg bewegen

Bewegungseinschraenkung der ArmeLässt der Arm sich nicht oder nur wenig seitlich anheben, sind die festhaltenden Muskeln die Arm-Adduktoren seitlich am Körper: Die Haupt-Adduktoren des Arms sind der Latissimus (ein Rückenmuskel, der den Arm bewegt und die hintere Achselfalte bildet) und der große Brustmuskel (ein Muskel der vorderen Rumpfmuskulatur, der die vordere Achselfalte bildet). Halten die beiden großen Muskeln den Arm zum Körper gezogen, oft sogar an den Körper gepresst, kann man ihn nicht vom Körper weg bewegen.

Die Ursachen dieser Dauerkontraktion der Arm-Adduktoren liegt häufig in Verletzungen, Brüchen, Gipsarmen.

Latissimus-Muskel Sie finden sie unter Ursachen von Schulter-, Arm- und Handbeschwerden ausführlicher beschrieben. Um dieses Problem zu lösen, muss man den Latissimus-Muskel und den großen Brustmuskel soweit lockern und wieder in Bewegung bringen, dass sie lang genug werden, um den Winkel zwischen Arm und Körper mindestens 90° werden zu lassen. Wie das geht, erfahren Sie unter Die Behandlung von Armbeschwerden.

Auf der Therapeutenliste finden Sie Therapeuten, die Ihre Armbeschwerden mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® professionell behandeln können.

2. Der Arm lässt sich nicht höher als waagerecht heben

Heben des Arms

Mit diesem Problem hat man im Alltag Schwierigkeiten

  • sich Pullover und T-Shirts und Kleider an und auszuziehen
  • sich zu kämmen
  • etwas oben aus dem Schrank zu holen u.v.a.m.

Das Problem liegt daran, dass man beim Heben des Arms die Schulter nicht mitbewegt oder sie falsch bewegt.

Anatomisch ist es so, dass sich der Arm nur bis 90°, also bis zur Waagerechten, ohne das Schulterblatt heben lässt. Dann stößt der Arm oben an das Schulterdach an. Will man ihn weiter hoch heben, muss man das Schulterblatt in eine Drehbewegung versetzen. Ist das Schulterblatt starr, z. B. weil Muskeln es ständig nach hinten gezogen halten, lässt sich der Arm nicht weiter als 90° heben. Viele versuchen in dieser Situation, sich dadurch zu helfen, dass sie die Schulter hochziehen. Damit ziehen sie das Schulterblatt senkrecht nach oben (anstatt es zu drehen), was leider das Armheben noch schwieriger macht.

Um das Problem effektiv zu lösen, muss man diejenigen Muskeln behandeln, die das Schulterblatt nach hinten und unten gezogen halten. Wie das geht, erfahren Sie unter Die Behandlung von Armbeschwerden.

Auf der Therapeutenliste finden Sie Therapeuten, die Ihre Armbeschwerden mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® professionell behandeln können.

3. Der Arm lässt sich nicht nach hinten führen

Kann man den Arm nicht mehr nach hinten führen, werden viele Bewegungen des täglichen Lebens mit dem betroffenen Arms unmöglich. Man hat z. B. Schwierigkeiten

  • sich einen Mantel anzuziehen,
  • den BH hinten zuzumachen,
  • den Hintern abzuputzen u.v.m.

Da man zwei Arme hat, lassen sich manche Bewegungsausfälle des einen Arms kompensieren: man führt die Bewegung mit dem anderen Arm aus, dreht den BH mit dem Verschluss zuerst nach vorne, steckt immer den betroffenen Arm zuerst in den Mantelärmel etc. Das Leben wird aber sehr kompliziert und der Arm immer steifer, funktionsloser und bewegungsunfähiger.

Woran es liegt

schräge BauchmuskelnWenn man den Arm nicht mehr nach hinten führen kann, liegt das meist daran, dass man die Schulter und den Oberkörper auf der betroffenen Seite nicht mit nach hinten dreht, weil die schrägen Muskeln vorn am Körper zu kurz sind und den Oberkörper festhalten. Das sind in erster Linie die schrägen Bauchmuskeln sowie der Brustmuskel der betreffenden Körper-Diagonale.

Unter Ursachen Schulter-, Arm-, Handbeschwerden finden Sie viele weitere Ursachen von Schulter- Arm- und Handbeschwerden aufgeführt. Beim Selbsttest auf richtige Armbewegung finden Sie verschiedene Methoden, um selbst festzustellen, ob Sie Ihre Arme im täglichen Leben auf gesunde Weise bewegen.

Auf der Therapeutenliste finden Sie Therapeuten, die Ihre Armbeschwerden mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® professionell behandeln können.

4. Andere Bewegungseinschränkungen

Individuellere, speziellere Bewegungseinschränkungen an den Armen, die hier nicht aufgeführt sind, lassen sich in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® in der Einzeluntersuchung feststellen und entsprechend individuell behandeln.

Auch bei diesen Bewegungseinschränkungen der Arme behandeln wir meist in erster Linie die verspannten Antagonisten, also diejenigen Muskeln, die Armbewegungen behindern. In aller Regel sind das nicht Arm-, sondern Körpermuskeln. Näher beschrieben finden Sie die Behandlung all der Bewegungseinschränkungen der Arme sowie weiterer Armbeschwerden mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® unter Die Behandlung von Armbeschwerden.

Auf der Therapeutenliste finden Sie Therapeuten, die Sie mit Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® professionell behandeln können.

Nervenschmerzen im Arm

Ziehende Armschmerzen, Nervenschmerz im Arm durch Muskeln, die Nerv einklemmen oder Bandscheibe heraus drücken. Nervenschmerz im Arm durch verspannte Nackenmuskeln, Halsmuskeln, Brustmuskeln.

Wie sich Nervenschmerzen im Arm anfühlen

Nervenschmerzen sind meist extremer, durchdringender als reine Muskel- oder Bindegewebsschmerzen. Die meisten Patienten schildern sie als kaum aushaltbar. Die Schmerzen ziehen meist in den ganzen Arm. Je nach dem, welcher Nerv besonders betroffen ist, mehr die Kleinfingerseite oder in die Daumenseite der Hand, oft aber auch in die ganze Hand. Nervenschmerzen sind häufig mit Kribbeln, Taubsein und anderen Missempfindungen verbunden. Wenig bekannt ist, dass diese Nervenschmerzen im Arm durch verspannte Muskeln bedingt sein können.

Verspannte Muskeln können Armnerven einklemmen

Nervenschmerzen am ArmMuskeln können so stark kontrahiert sein, dass sie Nerven dauerhaft abklemmen. Das kann auf zweierlei Weise geschehen:

  1. direkt, indem sie an bestimmten Engstellen auf unter ihnen liegende Nerven drücken, die in den Arm führen. Das ist am Hals seitlich möglich durch verspannte Scaleni-Muskeln und an den Schultern vorn durch verspannte kleine Brustmuskeln. Auf der Abb. rechts sehen Sie in dunkelrot oben die rechten Sclaleni-Muskeln, unten den kleinen rechten Brustmuskel. Gelb sind die Arm-Nerven. Man sieht außerdem, dass der kleine Brustmuskel auch die in den Arm ziehenden Blutgefäße quetschen kann.

  2. indirekt können die Nackenmuskeln die Nerven quetschen, indem sie die Wirbel so stark zusammendrücken, dass es Bandscheiben herausdrückt, die ihrerseits auf Nerven drücken. Das ist an der der Halswirbelsäule der Fall, wo die Nerven beginnen, die in den Arm führen.

Wie Dauerkontraktionen zustande kommen, die zu Nervenschmerzen führen

Die Nervenschmerzen im Arm durch dauerkontrahierte Muskeln an Hals oder an der Schulter vorn kommen gewöhnlich durch Fehlhaltungen und/oder falsche Atmung zustande.

Verspannte Hals- und Nackenmuskeln bei Kopf-Fehlhaltungen

Kopf-FehlhaltungenBei den Bandscheibenschäden durch verspannte Nackenmuskeln herrscht meist eine "Schildkrötenhaltung" des Kopf vor: der Kopf ist nach vorn gerichtet und in den Nacken gezogen. An dieser Haltung sind sowohl die Nackenmuskeln wie auch beidseitig die Scaleni-Muskeln seitlich am Hals in Dauerkontraktion. Durch die verspannten Muskeln ist die Halswirbelsäule ganz verbogen. Natürlich kann man das auch im Röntgenbild sehen. Aber die Verursacher dieser Verbiegung, nämlich die verspannten Muskeln, sieht man im Röntgenbild nicht.

Das gilt gleichermaßen für die Kopfschiefhaltung. Sie hängt mit einer seitlichen Verbiegung der Wirbelsäule zusammen, die auf einseitig angespannte Scaleni-Muskeln und andere seitliche Halsmuskeln zurück zu führen ist.

Zugehörige Körperfehlhaltungen

Körperfehlhaltungen

Die Schildkrötenhaltung des Kopfes ist meist mit einer vorgebeugten Haltung und einer Neigung zu Buckel verbunden (siehe Abbildung).

Bei dieser Haltung sind auch die Schultern nach vorn gezogen, was durch verspannte kleine Brustmuskeln kommt. Eine vorgebeugte Haltung kann also alle drei Arten von Armschmerzen durch Nerveneinklemmungen verursachen. Näheres zu dieser Haltung steht unter Stoppmuster.

Die Schiefhaltung des Kopfes ist gewöhnlich mit einer Körper-Schiefhaltung verbunden, die den Betroffenen meist gar nicht bewusst ist. Näheres dazu finden Sie unter Traumamuster.

Nervenschmerz im Arm und Fehlatmung

Beim Nervenschmerz im Arm findet sich häufig gleichzeitig eine Fehlatmung im Sinne einer Hochatmung. Ist die normale Atmung nach unten durch Muskelverspannungen in Bauch- und Brustkorbmuskeln nicht möglich, zieht jeder - um überhaupt noch atmen zu können - mit den Scaleni-Muskeln, die an der ersten und zweiten Rippe ansetzen, den Brustkorb nach oben. Man sieht das daran, dass die Brustkorb und Schultern sich beim Atmen nach oben bewegen. Durch diese Fehlatmung verspannen sich die seitlichen Halsmuskeln immer mehr, was schließlich direkt oder indirekt zur Quetschung der Armnerven führen kann. Was bei der normalen Atmung vor sich geht, steht ausführlich unter Normale Atmung. Die Vorgänge bei der Hochatmung werden unter Formen der Fehlatmung beschrieben.

Behandlung durch Operation

Selbst wenn die Nervenschmerzen im Arm durch Bandscheibenvorfälle bedingt sind, operiert man sie im Allgemeinen sehr ungern und nur im Notfall (unerträgliche Schmerzen, Armlähmung), da die Verhältnisse am Hals sehr viel diffiziler sind als die an der Lendenwirbelsäule und das Risiko einer Nervenverletzung und Lähmung an der HWS daher sehr groß ist. Sind die Bandscheibenvorfälle durch verspannte Muskeln bedingt helfen sowieso die Operationen nur wenig, da bald darauf die nächsten Bandscheiben heraus gedrückt werden können.

Wenn die Nerveneinklemmungen nicht über die Bandscheiben sondern direkt über die verspannten Muskeln erfolgen, versprechen Operationen erst recht wenig Erfolg.

Behandlung mit Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl®

In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln wir in erster Linie die verspannten Muskeln und das Bindegewebe / Faszien auf ihnen. Wenn Muskeln und Bindegewebe / Faszien dadurch wieder locker sind und sich wieder bewusst bewegen lassen, haben die Nerven wieder mehr "Luft". Sie werden nicht mehr gequetscht und drücken auch keine Bandscheiben mehr heraus. Die schon vorhandenen Bandscheibenvorfälle können wieder verschwinden.

Wie wir bei der Behandlung mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® genau vorgehen, finden Sie unter Behandlung von Armbeschwerden beschrieben.

Therapeuten, die Nervenschmerzen im Arm und auch andere chronische Schmerzen mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln, stehen auf der Therapeutenliste.

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Das Buch von Dr. Pohl

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