Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl
Sensomotorische Körpertherapie
nach Dr. Pohl®
Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl
Sensomotorische Körpertherapie
nach Dr. Pohl®

Kieferbeschwerden durch Muskel- und Bindegewebsverhärtungen

Kieferbeschwerden liegt im Allgemeinen eine chronische Verspannung der Kaumuskulatur zugrunde. Dies kann man behandeln mit der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl®.

Hier finden Sie Informationen zu:

Arten von Kieferbeschwerden

Kieferbeschwerden liegt im Allgemeinen eine chronische Verspannung der Kaumuskulatur zugrunde. Durch diese Verspannung kommt es zu

Schmerzen

  • Kiefergelenkschmerzen
  • Wangenschmerzen (außen, vor den Ohren)
  • Schläfenschmerzen
  • Zahnschmerzen

Dysfunktionen

  • Knirschen
  • Knacken
  • Klemmen
  • Bewegungseinschränkungen
  • dauerhafter Verschiebung des Unterkiefers
  • schiefem Gesicht

Schmerzender und eingeschränkter Bewegung

  • beim Kauen
  • beim Mundöffnen
  • beim Sprechen
  • beim Lachen
  • beim Gähnen

Jede Bewegung des Kiefers kann zur Tortur werden.

Nacken- und Kopfschmerzen können zusätzlich auftreten.


Muskeln, von denen die Beschwerden ausgehen

KaumuskelHauptsächlich gehen Kieferbeschwerden von Verspannungen der großen Kaumuskeln aus, also von Massetermuskeln an den Wangen und den Temporalismuskeln an den Schläfen. Beide Muskeln spannt man an, wenn man den Kiefer schließt, zubeißt oder die Zähne zusammen presst. Wie und wo Sie diese Muskeln bei sich selbst finden, steht unter Selbsttest auf Kieferverspannungen. Außer zum Beißen und Kauen braucht man die Kiefermuskeln auch beim Sprechen, Lachen und Gähnen. Sind sie verspannt, tun all diese Tätigkeiten weh oder werden unangenehm. Das Essen kann bei Kiefermuskel-Verspannungen zur Tortur werden. Man kann maulfaul werden und es kann einem das Lachen vergehen. Daher wirken Menschen mit Kieferverspannungen oft "verbissen" und ohne Lebensfreude - was ihrem normalen Naturell oft gar nicht entspricht.

Am Mundboden hinten befinden sich die Pterygoideus-medialis-Muskeln, die auch für den Kieferschluss verantwortlich sind. Außerdem gibt es innen im Mund hinten noch die Pterygoideus-lateralis-Muskeln für das seitliche Verschieben des Kiefers. Muskeln, die den Kiefer öffnen, sind bedeutend schwächer und fast nie verspannt.

Kieferschmerzen

Natürlich können Kieferschmerzen auch durch vereiterte Zähne und andere Zahnprobleme verursacht werden. Daher sollten solche Beschwerden zuerst zahnmedizinisch abgeklärt werden.

Ansonsten entsteht Kieferschmerz in verspannter Kiefermuskulatur. Es schmerzt an Wangen und Schläfen, also da, wo sich die Masseter- und Temporalismuskeln befinden. Wenn durch die Muskelspannung auch die Kiefergelenke selbst schmerzen, spüren Sie das vor den Ohren. Wo genau Sie Ihre Kiefergelenke finden, lesen Sie unter Selbsttests auf Kieferverspannungen. Viele Menschen halten ihre Kiefermuskeln ständig angespannt und pressen die Zähne zusammen - ohne es selbst zu merken. Auch im Ruhezustand gibt es keinen räumlichen Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer - normal passt außer beim Zubeißen immer mindestens die Zunge dazwischen. Oft erkennt man schon von außen überaus kräftige, dicke Massetermuskeln an den Wangen außen, sowie ständig stark arbeitende Temporalismuskeln an den Schläfen.

Kieferspannungsgefühle

Spannungsgefühle am Kiefer und im Kiefergelenk gehen meist nicht von den Kiefermuskeln aus (wie man erwarten würde), sondern vom Bindegewebe / Faszien der Haut und Unterhaut auf Wangen und Kiefer. Auch durch verspanntes Bindegewebe / Faszien lässt sich der Kiefer nicht mehr vollständig öffnen.

Zähneknirschen (Bruxismus)

Zähnepressen, -knirschen und -mahlen nennt man Bruxismus. Bruxismus geschieht häufig nachts und wird von den Betroffenen selbst oft nicht bemerkt. Manche merken, dass sie morgens "verbissen" oder mit Kieferschmerzen wie Muskelkater aufwachen. Mitschläfer merken das Zähneknirschen eher, sie werden manchmal durch das Geräusch wach. Beim Pressen drückt man mit den großen Kiefermuskeln (Masseter und Temporalis) und mit ungeheurer Kraft die Zähne ständig zusammen. Das kann die Zähne schnell kaputt machen. Beim "Mahlen" der Zähne nach vorn oder zur Seite sind zusätzlich die seitlichen Pterygoideus-Muskeln angespannt. Das schleift die Zähne ab. Alles, was die Spannung in den Kiefermuskeln erhöht, trägt auch zu verstärktem Zähneknirschen bei (siehe Ursachen von Kieferbeschwerden)

Zahnärzte erkennen das tags oder nachts stattfindende Treiben an Zustand und Abschliff der Zähne. Sie verordnen oft so genannte Beißschienen zur Entlastung und zum Schutz der Zähne. Die Schienen verschaffen manchen eine gewisse Entlastung, sind aber oft auch bald durchgebissen.

Kieferfehlstellungen

Kieferfehlstellungen entstehen dadurch, dass bestimmte Kiefermuskeln stärker als andere verspannt sind und den Unterkiefer in ihre Richtung ziehen.

  • Ist der Kiefer zurückgezogen (ein fliehendes Kinn), sind die hinteren Teile der Temporalismuskeln der Hauptverursacher. Auch eine verspannte Nackenmuskulatur kann Schädel und Kiefer in diese Fehllage bringen. Der Kopf ist in den Nacken gelegt. Diese "Schildkrötenhaltung" hängt mit einer vorgebeugten Körperhaltung zusammen, siehe auch Stoppmuster.
  • Ist der Unterkiefer nach vorne verschoben, sind die seitlichen Pterygoideus-Muskeln im Mund verspannt. Wenn die Kieferstellung durch eine Kopffehlstellung verursacht wird, geht das von verspannten Muskeln vorne an der Halswirbelsäule aus. Der Nacken ist dann übergerade, der Oberkörper zurück gebeugt, siehe Startmuster.
  • Eine seitliche Verschiebung des Kiefers (ein Kreuzbiss) entsteht durch einseitige Verspannung Pterygoideus-Muskeln. Verdrehungen und Seitwärtsneigungen des Kopfes durch verspannte Halsmuskeln können auch zu dieser Fehlstellung führen. Meist besteht eine Schiefhaltung des ganzen Körpers, siehe Traumamuster.

Die Verschiebungen bewirken, dass die Zähne nicht mehr richtig aufeinander passen und können bei Spannung und Druck zu Arthrosen im Kiefergelenk führen. Wie Sie feststellen können, ob Ihr Unterkiefer ständig verschoben ist, steht unter Selbsttests auf Kieferverspannungen. Die Kieferfehlstellungen führen oft zu Kieferschmerzen und Kieferknacken.

Knackgeräusche

Knackgeräusche bei der Kieferbewegung entstehen, wenn der Unterkiefer mit einem Ruck über den Meniskus (ein Stückchen Knorpel) im Kiefergelenk rutscht. Im gesunden Gelenk gleitet dieser Knorpel zwischen dem Kiefergelenkköpfchen und der Gelenkpfanne hin und her. Da diese Stelle direkt am Ohr liegt, hört man das Geräusch sehr laut über die Knochenleitung. Für Außenstehende ist das Knacken meist nicht hörbar.

Knackgeräusche erschrecken zwar die davon Betroffenen, sind im Prinzip aber harmlos. Allerdings sind sie ein deutliches Zeichen für muskulär bedingte Kieferfehlstellungen. Bei beidseitigen Knackgeräuschen ist der Kiefer nach vorn oder hinten geschoben (wofür die Dauerspannung bestimmter Muskeln zuständig ist, siehe oben). Bei einseitigen Knackgeräuschen ist der Kiefer durch Anspannung der seitlichen Pterygodeusmuskeln zur Seite verschoben. Nicht das Knacken selbst ist gefährlich, aber die Verschiebung.

Kieferklemme

Wenn die Kaumuskeln extrem verspannt und damit zu kurz sind, geht der Kiefer nur noch einen Spaltbreit auf. Normales Essen ist damit unmöglich, in einen Apfel beißen erst recht. Die Betreffenden können häufig nur noch flüssige Nahrung mit einem Strohhalm zu sich nehmen. Kauen würde unerträgliche Schmerzen verursachen. In weniger dramatischen Fällen ist die Kieferöffnung nur soweit eingeschränkt, dass Zahnbehandlungen zum Problem werden.
Stellen Sie im Selbsttest auf Kieferverspannungen fest, wie weit sich Ihr Kiefer öffnen lässt. Die Ursachen finden Sie unter Die Ursachen von Kieferverspannungen beschrieben.


Zahnschmerzen ohne Zahnbefund

Globale Zahnschmerzen

Durch ständiges Zusammenpressen der Kiefer entstehen oft globale Zahnschmerzen ("Mir tun alle Zähne weh!"). Betroffen sind meist alle Backenzähne beidseitig oder auch einseitig, wenn man nur auf einer Seite kaut und presst.

Schmerzen an bestimmten Zähnen

KaumuskelEs gibt Schmerzen, die sich original wie Zahnschmerzen anfühlen, bei denen aber auch der beste Zahnarzt an dem fraglichen Zahn oder den fraglichen Zähnen nichts finden kann. Der "Zahnschmerz" kann so schlimm sein, dass die Betroffenen an nichts anderes denken und nachts nicht schlafen können. Sowohl Patienten wie Zahnärzte sind am Verzweifeln.

KaumuskelEs wurden schon viele gesunde Zähne aus diesem Grund gezogen - der Schmerz aber blieb, und zwar genau an der Stelle, wo jetzt gar kein Zahn mehr ist. Manche Patienten sind so verzweifelt, dass sie sich dennoch weitere Zähne ziehen lassen - in der Hoffnung, doch noch endlich den Verursacher zu finden. Leider vergebens. "Zahnschmerzen" im Oberkiefer kommen meist von Triggerpunkten auf dem gleichseitigen Temporalismuskel an der Schläfe, "Zahnschmerzen" im Unterkiefer kommen meist aus dem Massetermuskel an der Wange außen. Woher diese Pseudo-Zahnschmerzen kommen, steht unter Ursachen von Kieferverspannungen.

Auf den Abbildungen sehen Sie nur zwei Beispiele. Es können auch andere einzelne Zähne oder Zahngruppen betroffen sein.

Die Abbildungen sind aus: Travell, Janet G. and Simons, David, G... Myofascial Pain and Dysfunction, The Triggerpoint-Manual, Vol. 1, Williams and Wilkins, 1983

Kieferbeschwerden sind oft kein nur lokales Problem. Bei allen Kieferbeschwerden können zusätzlich Muskeln verspannt sein, die für Kopf- und Körperfehlhaltungen verantwortlich sind Ursachen von Kieferbeschwerden.

Wie man all diese Kieferbeschwerden behandelt, steht unter Therapie von Kieferbeschwerden. Was Sie selbst tun können, finden Sie unter Selbsthilfe bei Kieferbeschwerden.

Ursachen von Kieferbeschwerden

Ursachen von Kieferschmerzen und Kieferbeschwerden, Stressreaktionen, Zahnbehandlungen, Angewohnheiten, Kopf-Fehlhaltung, Körperfehlhaltung, falscher Biss.

Es gibt sehr viele verschiedene Ursachen für verspannte Kiefermuskeln. Eine psychologische Interpretation, wonach es dabei um unterdrückte Aggressionen und Zubeiß-Impulse geht, ist auf jeden Fall zu kurz gegriffen. Hier ein paar Beispiele für die verschiedenen Möglichkeiten.

Reaktion bei Leistungsdruck und emotionale Belastungen

Viele Menschen reagieren auf emotional negative Reize, allgemeine Belastungen, Stress und Leistungsdruck mit einer verstärkten Anspannung der Kiefermuskulatur, meist in Kombination mit Nackenverspannungen. Viele haben den Spruch "Zähne zusammenbeißen und durch!" zu wörtlich genommen und sich die "Verbissenheit" regelrecht eintrainiert.
Stoppmuster: Reagiert man bei Belastungen eher mit Angst, Rückzug, Bedrückung, zieht man den Kopf ein, den Kiefer zurück und beißt die Zähne zusammen. Gleichzeitig macht man alles dicht: man kneift die Augen zusammen, macht die Nase oben zu, zieht die Bauchmuskeln fest, so dass nicht nichts hereinkommen kann. Vor allem die Atmung ist gedrosselt.
Startmuster: man reagiert bei Belastungen eher mit Widerstand, Kampfeswillen und Selbstbehauptung. Dabei lehnt man sich ins Hohlkreuz zurück, macht den Nacken übergerade und beißt die Zähne zusammen (siehe Abbildung weiter unten). Man riskiert dabei Schmerzen im Unteren Rücken (siehe Kreuzschmerzen bei Startmusterhaltung).

Überlange Zahnbehandlungen

Schläfen- und Kieferschmerz kann auch z.B. durch überlange Zahnarztbesuche mit ständig weit geöffnetem Mund entstehen. Die Kiefermuskeln reagieren wie alle anderen Muskeln auf eine Zerrung mit einer bleibenden Verspannung.
Außerdem verspannen sich die meisten Menschen auch aus emotionalen Gründen bei Zahnbehandlungen. Oft reicht schon die Erwartung von Schmerzen, scheußlichen Geräuschen und sonstigen unangenehmen Empfindungen, um solch eine Verspannung hervor zu rufen.

Dumme Angewohnheiten

Es gibt sehr viele unterschiedliche individuelle Gewohnheiten, bei denen man die Kieferspannung mit anderen Tätigkeiten kombiniert. Die Betroffenen kennen ihre Gewohnheiten selbst zunächst nicht, obwohl - oder weil - sie sie ständig ausüben.

Aktives Kieferpressen als Begleittätigkeit

So kann es zur Gewohnheit werden, auch ohne jeden Stress oder Druck die Kiefer zusammen gepresst zu halten. Man macht das als Begleittätigkeit, z. B. beim Lesen (in jeder Position), wenn man sich auf etwas stärker konzentriert usw.

Andere pressen ihre Zähne ständig immer nur kurz zusammen und lockern dann wieder. Man sieht es an den heftig arbeitenden Temporalis-Muskeln an den Schläfen.

Passives Kieferpressen

Manche bekommen ihre Kieferprobleme am Schreibtisch, vor allem am Computer: während sie mit der rechten Hand und dem rechten Arm arbeiten, haben sie den Kopf links aufgestützt. Sie sitzen dabei leicht vornübergebeugt, so dass das Körpergewicht auf den linken Ellbogen drückt und die Zähne links zusammengepresst werden. Irgendwann schmerzen links beide Zahnreihen und Kiefer.

Schiefes Kauen

Die Gewohnheit hat meist bei Zahnschmerzen oder Extraktionsschmerzen ihren Ausgang genommen. Damals hat man sich angewöhnt, nur noch auf der schmerzfreien Seite zu kauen. Das hat man als Gewohnheit über Jahre oder Jahrzehnte bei behalten. Die Kiefermuskeln sind einseitig verspannt.

Es gibt noch sehr viele andere solcher Gewohnheiten. Außer einer körpertherapeutischen Behandlung bedarf es eines geduldigen Körperbewusstseintrainings, um solche Gewohnheiten wieder loszuwerden. (siehe unter Therapie von Kieferbeschwerden).

Kopf-Fehlhaltungen

KopffehlhaltungDa die Kiefermuskeln und Nackenmuskeln unmittelbar zusammenhängen, sind Kieferbeschwerden sehr häufig mit Kopf-/Nacken-Fehlhaltungen verbunden.

Am häufigsten ist die "Schildkröten"-Haltung: der Kopf ist in den Nacken gelegt und nach vorn gestreckt. Kieferbeschwerden mit dieser Fehlhaltung gehen oft mit allen möglichen Kopfbeschwerden einher: Ohrgeräuschen, Schwindel, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen.

Körper-Fehlhaltungen

Jede Fehlhaltung, in der der Körper von der Lotrechten abweicht, wirkt sich auf die Kopfstellung und damit auch auf die Kieferstellung aus. Das ist eine aufsteigende Fehlhaltung.

Beugen Sie Ihren Körper mitsamt den Kopf zu einer Seite, nach vorn, nach hinten und beobachten Sie, welche Auswirkung das auf Ihren Kiefer hat (das geht allerdings nur, wenn Ihr Kiefer nicht schon allzu sehr in einer Fehlhaltung festsitzt).

Vorgebeugte Haltung

Vorgebeugte HaltungAm häufigsten führt die vornüber gebeugte Haltung mit dem Kopf im Nacken zu einer Kieferfehlstellung. Der Nacken ist dabei in Schildkröten-Haltung und extrem verkürzt.

Oft sieht es aus, als würde der Kopf aus dem Körper wachsen (wie in nebenstehender Abbildung von Käthe Kollwitz). Diese Haltung finden Sie unter Stoppmuster näher beschrieben. Sie schiebt den Unterkiefer eher zurück. Da das Stoppmuster häufiger bei Frauen auftritt, sind die Kieferbeschwerden bei Frauen auch bedeutend häufiger. Sie treten dann oft mit anderen Körpersymptomen auf (Magenschmerzen, Herzbeschwerden, Blasenbeschwerden, Angst und Depression).

Überaufrechte Haltung

Überaufrechte HaltungAm zweithäufigsten ist eine Fehlhaltung mit Hohlkreuz, zurück gebeugtem Oberkörper und übergeradem Nacken (siehe nebenstehende Zeichnung von Gulbransson).

Näheres zu dieser Haltung finden Sie unter Startmuster. In dieser Haltung schiebt man den Unterkiefer nach vorn und beißt dann zusammen.

Das Startmuster findet sich eher bei Männern und ist gern mit Durchsetzungswillen, Selbstbehauptung und Standhalten verbunden. Die Kieferbeschwerden treten bei diesem Muster eher zusammen mit Schmerzen im unteren Rücken auf (siehe Kreuzschmerzen bei Startreflexhaltung).

Schiefhaltung

SchiefhaltungEine schiefe Körperausrichtung kann durch frühere Unfälle oder Verletzungen zustande gekommen sein (Näheres dazu finden Sie unter Traumamuster). Sie führt zu einseitigen Kieferbeschwerden. Diese treten am häufigsten auf, wenn man auf den Kopf gefallen ist oder wenn bei einem Schleudertrauma der Kopf verdreht erfasst wurde. Hier treten Kieferbeschwerden oft mit Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schwindel oder Ohrbeschwerden auf.

Wegen dieser Zusammenhänge mit der Körperhaltung behandelt man in der sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® die Kieferbeschwerden nie isoliert (Näheres unter Die Behandlung von Kieferbeschwerden).

Falscher Biss

Meist durch falsche zahnärztliche Behandlungen kann es zu einem Zwangs-Fehlbiss kommen. Das heißt der Patient kann seine Zähne nur noch schief oder verschoben aufeinander bringen. Der Erstkontakt beim Zubeißen ist dann nicht an den Eckzähnen (wo er sein sollte), sondern irgendwo anders. Von da aus verschiebt sich der ganze Biss. Ein verschobener Biss zieht die Kopfhaltung schief und bewirkt eine Fehlhaltung des Körpers von oben her. Das ist eine absteigende Fehlhaltung. Ein falscher Biss kann auf diese Weise fatale Auswirkungen haben. Er kann zu Kopfschmerzen, Ohrgeräuschen, ja bis zur Depression führen.

Fallbeispiel: Es suchte mich (H.P.) ein junger Mann auf, der wegen Depressionen plötzlich berufsunfähig geworden war und kurz vor der stationären Unterbringung in der Psychiatrie stand. Folgendes war geschehen: Er hatte sich in gut gemeinter Vorsorge alle Amalgam-Füllungen und Metallkronen entfernen lassen. Leider hatte der behandelnde Zahnarzt die ursprüngliche Höhe der Zähne nicht mehr gefunden, so dass nun der ganze Biss nicht mehr stimmte. Darauf hin kam es ausgehend von der Kiefer- und Nackenmuskulatur zu einer Verspannung des gesamten Körpers, insbesondere auch der Atemmuskulatur. Das führte schließlich dazu, dass der bis dahin vollends gesunde junge Mann so depressiv wurde, dass er nur noch antriebslos vor dem Fernseher saß, jede Bewegung mied und schließlich berufsunfähig wurde. Durch Behandlung mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® bei gleichzeitiger Restitution des Gebisses durch einen neuen, spezialisierten Zahnarzt konnte ihm sehr schnell geholfen werden.

Fälle wie diesen kann weder eine Körpertherapeut noch ein Zahnarzt alleine lösen. Daher arbeiten wir in der Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® immer mit spezialisierten Zahnärzten zusammen, wenn es um einen Fehlbiss und die Folgen geht. Auf der Therapeutenliste finden Sie Therapeuten, die zu solch einer Kooperation bereit sind.

Zur fraglichen Psychosomatik von Kieferbeschwerden siehe auch die ausführlichen Artikel

Selbsttest auf Kieferverspannungen

Wo sind Die Kiefergelenke und Kiefermuskeln? Wie erkenne ich eine Kieferverspannung? Abstand Zahnreihen, Kieferöffnung, Härte und Druckschmerzhaftigkeit der Muskeln, Kieferverschiebbarkeit

Finden der Muskeln und des Kiefergelenks

Kaumuskel1. Masseter-Muskeln
Legen Sie sich die Hände hinten auf die Wangen, vor die Ohren und beißen Sie kräftig zu. Sie spüren die Masseter-Muskeln unter Ihren Fingern

2. Temporalis-Muskeln
Vorderer Teil: Legen Sie sich die vor die Ohren und rutschen Sie dann weiter hoch auf die Schläfen. Beißen Sie kräftig zu. Was Sie unter Ihren Fingern spüren, sind Ihre Temporalis-Muskeln.
Hinterer Teil: Legen Sie sich die Finger hinter die Ohren und rutschen ein Stück weiter höher. Bewegen Sie den Kiefer vor und zurück. Wenn Sie das können, müssten Sie die Bewegung an dieser Stelle unter Ihren Fingern spüren.

3. Kiefergelenke
Stecken Sie sich die kleinen Finger in die Ohren und machen Sie den Mund weit auf und zu. Sie spüren, wie Ihr Unterkiefer im Kiefergelenk nach oben und unten und nach vorn und hinten geht. Ein Knacken der Kiefergelenke können Sie jetzt besonders gut spüren.


Tests auf Verspannung der Kiefermuskeln

1. Abstand zwischen den Zahnreihen

    Bei geschlossenem Mund im Ruhezustand. Stellen Sie fest, wie groß bei Ihnen der Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer ist: Passt überall mindestens die Zunge zwischen die oberen und die unteren Zähne? Wenn nicht, ist Ihre Kiefermuskulatur verspannt.

2. Regelmäßigkeit der Bewegung

      Schieben Sie Ihren Unterkiefer langsam nach rechts, nach links, nach vorn und nach hinten. Versuchen Sie schließlich, Ihren Kiefer im Kreis zu bewegen. Wenn eine der Richtungen nicht oder nur schlecht geht, haben Sie Kiefermuskelverspannungen.

 

    Achten Sie auch darauf, wie glatt die Bewegungen gehen. Wenn es ruckelt und holpert, ist das ein Zeichen für eine "Sensomotorische Amnesie", d.h. Ihr Gehirn hat vergessen, wie diese verspannten Muskeln sich bewegen lassen.

3. Bewegungsumfang des Unterkiefers

Weite der Kieferöffnung

      Legen Sie die mittleren drei Finger einer Hand aneinander und beugen Sie sie in den mittleren Gelenken. Daumen und kleinen Finger führen sie vor der Handinnenfläche zusammen.

 

      Öffnen Sie Ihren Mund weit und schieben sie sich die drei Fingermittelgelenke senkrecht übereinander in den Mund.

 

    Wenn das nicht gut gelingt, sie die Finger nur mit Mühe in den Mund bekommen oder weniger als drei, haben Sie Kiefermuskelverspannungen.

Seitliche Verschiebbarkeit des Unterkiefers

      Stellen Sie sich vor einen Spiegel und öffnen Sie die Lippen, so dass Sie Ihre Zähne gut sehen können. Ist der Spalt zwischen den mittleren Schneidezähnen oben und unten genau übereinander? Wenn nicht, ziehen bestimmte verspannte Kiefermuskeln den Unterkiefer zu einer Seite.

 

      Führen Sie dann dem Unterkiefer langsam nach unten. Weicht der Unterkiefer dabei nach einer Seite aus? Dann haben Sie einseitige Kieferverspannungen und wahrscheinlich einen

Kreuzbiss

      .

 

      Öffnen Sie leicht den Mund. Schieben Sie den Unterkiefer leicht nach links und rechts. Spüren Sie und schauen Sie, ob er nach einer Seite leichter und weiter geht. Geht der Kiefer z. B. leichter nach links, ist der linke Pterygoidei- Muskeln innen im Mund verspannt.

 

    Einseitige Knackgeräusche sprechen auch für eine einseitige Verspannung.

Vor-zurück Verschiebbarkeit des Unterkiefers

      Haben Sie den Mund leicht geöffnet und schieben Sie Ihren Unterkiefer nach vorn. Läst er sich weniger als ca 8 mm vor die oberen Schneidezähne bewegen, haben Sie eine Verspannung in den hinteren Teilen der Temporalis-Muskeln.

 

    Schieben Sie den Unterkiefer nach hinten. Bei weniger als 5 mm Rückwärtsbewegung haben Sie eine Verspannung in den Pterygoideus-Muskeln hinten im Mund. Beidseitige Knackgeräusche würden auch dafür sprechen.

4. Härte der Muskeln

    Drücken Sie mit den Fingern die Massetermuskeln entlang und spüren Sie, wie hart sie sich anfühlen. Drücken Sie auf Stellen am Arm (oder wo immer sie nicht verspannt sind) und vergleichen Sie. Verfahren Sie genauso mit den Temporalis-Muskeln an den Schläfen. Sie sind allerdings viel flacher, ihre Härte ist daher weniger gut feststellbar.

5. Druckschmerzhaftigkeit der Muskeln

      Drücken Sie wieder auf den Massetermuskeln entlang. Suchen Sie mit kräftigem Druck

eines

    Fingers nach Schmerzpunkten auf dem Masseter. Je häufiger Sie fündig werden und je stärker es schmerzt, desto mehr Triggerpunkte haben Sie.

6. Korrekter Biss?

    Lassen Sie - wenn Sie können - Ihren Kiefer locker hängen. Wenn Sie jetzt langsam leer zubeißen, sollten als erstes die unteren Eckzähne von innen auf die oberen treffen. Ist der Frühkontakt an einer anderen Stelle, stimmt der Biss nicht. Ob durch verspannte Muskeln oder falsche Kronen o.ä. muss der Zahnarzt klären.

7. Biss und Fehlhaltung

    Probieren Sie dann verschiedene Kopfstellungen und beobachten Sie, wie sich Ihr Unterkiefer verschiebt. Wenn Sie jetzt zubeißen, werden Sie merken, dass Ihr Biss nicht mehr stimmt. Welche Kopf- und Kieferstellung entspricht Ihrer üblichen? Falls das nicht in der Mitte ist, haben Sie eine Nackenverspannung.

Nachdem Sie Ihre Kiefer- und Nackenverspannung festgestellt haben, wird es Zeit, etwas zu tun:
Was man mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® gegen Ihre Kieferbeschwerden tun kann, erfahren Sie unter: Die Behandlung von Kieferbeschwerden.

Erfahrene Therapeuten, die nach dieser Methode behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste. Dort gibt es allerdings oft Wartezeiten.

Was Sie selbst inzwischen tun können, steht auf Selbsthilfe bei Kieferbeschwerden.

Selbsthilfe bei Kieferbeschwerden

Übungen, Selbstbehandlungen, Selbsthilfe bei Kieferverspannung, Kieferschmerz, Kieferfehlstellung, Zahnschmerzen ohne Zahnbefund, Bewegungseinschränkung Kiefer. Machen Sie jeweils zu Beginn jeder Übung oder Selbstbehandlung den Test auf Weite der Kieferöffnung (steht unter Selbsttests auf Kieferverspannung).

Übung Kieferkreisen

  • Öffnen Sie Ihren Mund ganz langsam so weit, wie es ganz leicht geht. Schließen Sie ihn dann wieder, auch nur ganz leicht. Machen Sie das 10 Mal, mit großer Sorgfalt.
  • Bewegen Sie Ihren Kiefer dann langsam zu beiden Seite und vergleichen Sie, nach welcher Seite er sich weiter und leichter bewegen lässt.
  • Bewegen Sie den Kiefer dann zu dieser leichteren Seite und wieder in die Mitte zurück, etwa 10 mal.
  • Bewegen Sie Ihren Kiefer auf die gleiche Weise zur anderen Seite, etwa 5 mal, dann hin und her, nochmals 5 mal.
  • Bewegen Sie Ihren Kiefer schräg von rechts oben nach links unten oder - wenn das leichter geht - zuerst von links oben nach rechts unten. Jede Diagonale etwa 10 mal. Ganz langsam!
  • Abschließend bewegen Sie Ihren Unterkiefer im Kreis herum - ein paar Mal im Uhrzeigersinn, ein Paar Mal entgegen.

Test: Wie fühlt sich Ihr Kiefer jetzt an? Wiederholen Sie auch den Test: wie weit lässt Ihr Mund sich jetzt leicht öffnen?


Selbstpandiculation des Kiefers

Test: Wie weit lässt sich Ihr Kiefer öffnen?

  • Stellen Sie fest, wie weit Ihr Kiefer sich öffnen lässt und wie er sich anfühlt.
  • Legen Sie sich auf den Rücken und umgreifen Sie Ihr Kinn von vorn mit einem Zeigefinger.
  • Beißen Sie die Zähne zusammen, pressen den Unterkiefer also nach oben Richtung Oberkiefer. Mit der Zeigefingerhand ziehen Sie den Kiefer nach unten. Mit dem Kiefer leisten Sie Widerstand. Es herrscht ein Gleichgewicht der Kräfte.
  • Geben Sie allmählich nach, so dass der Kiefer etwas weiter nach unten gleitet und der Mund sich leicht öffnet, aber bleiben Sie dabei immer im Zug und Gegenzug.
  • Ziehen Sie den Unterkiefer wieder weiter hoch, aber nicht bis zum Ausgangspunkt, die Hand zieht weiter nach unten.
  • Geben Sie etwas nach, so dass der Kiefer sich noch weiter öffnet.
  • Mit stärkerem Anspannen und Nachgeben fahren Sie fort, bis Sie den Mund gegen Widerstand ganz geöffnet haben.
  • Am Schluss sperren Sie den Mund absichtlich ganz auf und leisten sich selbst mit einer Hand unter dem Kinn Widerstand.

Test: Wie weit lässt sich der Kiefer jetzt öffnen? Wie fühlt er sich an?


Selbstpandikulation des Nackens

Dies ist eine sehr effektive, schnelle, bürotaugliche Übung gegen Nackenverspannung.

Test: Überprüfen Sie zuerst mit den Händen die Weichheit bzw. Härte Ihres Nackens.

  • Setzen Sie sich dann - ohne sich anzulehnen - auf einem Stuhl und legen Sie sich die verschränkten Hände an den Hinterkopf (nicht an den Nacken!).
  • Legen Sie den Kopf in den Nacken und drücken Sie mit dem unteren Hinterkopf nach hinten gegen die Hände. Mit den Händen drücken Sie dagegen nach vorn.
  • Reduzieren Sie den Druck sowohl des Kopf und der Hände allmählich, so dass der Kopf sich langsam etwas nach vorn bewegt.
  • Verstärken Sie dann den Druck von Kopf und Händen wieder, so das sich der Kopf wieder etwas zurück bewegt, aber nicht mehr so weit wie am Anfang.
  • Mit drei, vier solcher Stopps, Verstärkungen und Reduktionen lassen Sie den Kopf allmählich nach vorn unten wandern, bis er mit dem Kinn auf dem Brustbein aufliegt.

Test: Prüfen Sie wieder mit den Händen den Nacken. Ist er schon weicher?


Aktive Schmerzpunkt-Behandlung Massetermuskel

Masseter-MuskelSuchen

Öffnen Sie leicht den Mund und ertasten Sie auf einer (der schmerzhafteren) Seite Ihres Kopfs den Massetermuskel. Er befindet sich außen an der Wange, vor dem Ohr, zwischen Jochbein und unterem Unterkieferrand. Drücken Sie dann mit einem Finger etwas stärker und suchen Sie so den Muskel nach Schmerzpunkten ab.

Behandeln

Wenn Sie einen deutlich stark schmerzhaften Punkt gefunden haben, halten Sie ihn gedrückt und öffnen und schließen Sie den Kiefer, wie beim Abbeißen nur sehr viel langsamer. Wenn der Schmerz an dieser Stelle nachlässt, suchen Sie sich den nächsten Schmerzpunkt. Besonders fündig werden Sie wahrscheinlich am vorderen Rand des Muskels.

Setzen Sie das fort, bis Sie alle Punkte auf dem Muskel durch haben.

Test: Wie fühlt der Muskel sich jetzt an? Weicher? Schmerzfreier? Wiederholen Sie auch den Test auf Kieferöffnung. Wie weit lässt sich Ihr Mund jetzt öffnen? Auf einer Seite weiter? Seitenwechsel.


Aktive Schmerzpunkt-Behandlung Temporalismuskel

Temporalis-MuskelSuchen

Öffnen Sie leicht den Mund und ertasten Sie auf einer (der schmerzhafteren) Seite Ihres Kopfs den Temporalismuskel. Er befindet sich außen an den Schläfen, über der Wange, über dem Jochbein und reicht bis über und hinter das Ohr. Drücken Sie dann mit einem Finger etwas stärker und suchen Sie so den Muskel nach Schmerzpunkten ab.

Behandeln

Wenn Sie einen deutlich stark schmerzhaften Punkt gefunden haben, halten Sie ihn gedrückt und öffnen und schließen Sie den Kiefer, wie beim Abbeißen, nur sehr viel langsamer. Wenn der Schmerz an dieser Stelle nachlässt, suchen Sie sich den nächsten Schmerzpunkt. Besonders fündig werden Sie wahrscheinlich am unteren Ende des Muskels, d.h. über dem Jochbein. Setzen Sie das fort, bis Sie alle Punkte auf dem Muskel durch haben.

Test: Wie fühlt der Muskel sich jetzt an? Weicher? Schmerzfreier? Wiederholen Sie auch den Test auf Kieferöffnung. Wie weit lässt sich Ihr Mund jetzt öffnen? Auf einer Seite weiter? Seitenwechsel.

Therapie von Kieferbeschwerden

Körpertherapie bei Kieferbeschwerden, Verspannungen der Kiefermuskeln. Behandlung ganzkörperlicher Zusammenhänge bei Kieferschmerzen und Kieferfehlstellungen.

In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® sehen wir Kieferbeschwerden

  • als Problem der Verspannung der Kiefermuskeln und des Bindegewebes der Haut und Unterhaut auf diesen Muskeln
  • als Problem der Nacken-Verspannung und Kopffehlhaltung,
  • als Folgeproblem der Körper- Fehlhaltung und des

Spannungsmusters, das sich durch den ganzen Körper zieht. Daher verwenden wir bei der Therapie ein

3-Stufenmdodell

Stufe 1: Behandlung Kieferbeschwerdenwir behandeln alle im individuellen Fall verspannten Kiefermuskeln und das Bindegewebe / Faszien auf ihnen und vermitteln Übungen und ein Körperbewusstseinstraining direkt für den Kiefer.

Behandlung KieferbeschwerdenStufe 2: wir behandeln alle Hals- und Nackenmuskeln, die im individuellen Fall verspannt sind bzw. das Bindegewebe / Faszien auf ihnen. Mit der Nackenbehandlung beseitigen wir Fehlstellungen des Kiefers, die von der Kopfhaltung abhängig sind (siehe auch Nackenfehlhaltungen). Auch hierfür vermitteln wir Übungen und ein Körperbewusstseinstraining, achten auf die Ausschaltung äußerer Faktoren (siehe Ursache von Nackenschmerzen).

Sind die Beschwerden danach noch nicht dauerhaft verschwunden, gehen wir davon aus, dass es im täglichen Leben des Patienten noch etwas gibt, was die Kieferbeschwerden aufrechterhält.

Stufe 3: wir suchen nach Zusammenhängen Nacken- und Kieferspannung mit

  • der gesamten Körperhaltung, (siehe Fehlhaltungen)
  • der gesamten individuellen Stressreaktion und
  • den individuellen Gewohnheiten (kneift man z.B. gleichzeitig die Augen zusammen und presst die Zähne aufeinander? Spannt man die Kiefermuskeln immer an, wenn man etwas schwierig findet?)

Natürlich gibt es auch in dieser Stufe Übungen und ein Körperbewusstseinstraining. In günstigen Fällen ist die Behandlung nach Stufe 1 bereits beendet. Ansonsten setzen wir sie so lange fort, bis nicht nur die Kiefer-Verspannungen sondern auch alle assoziierten Spannungen beseitigt sind. Wir behandeln also bei Kieferbeschwerden oft den ganzen Körper - und den ganzen Menschen.

Biss-Probleme

Sind Kieferfehlstellung und Kopf-Fehlhaltung auch durch einen falschen Biss bestimmt, ziehen wir spezialisierte Zahnärzte hinzu.

Die einzelnen Verfahren der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl®, die bei der gesamten Kieferbehandlung zum Einsatz kommen, finden Sie unter Die einzelnen Verfahren beschrieben.

Was Sie schon mal selbst gegen Ihre Kieferbeschwerden tun können, steht bei Selbsthilfe bei Kieferbeschwerden.

Therapeuten, die mit diesen Verfahren Kieferbeschwerden behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste.

Das Buch von Dr. Pohl

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