Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl
Sensomotorische Körpertherapie
nach Dr. Pohl®
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Schluckauf

Der Schluckauf (medizinisch: Singultus) gilt gemeinhin als harmlos, manche finden ihn sogar lustig. Das ändert sich rasch, wenn Schluckauf chronisch wird, das heißt über Stunden und Tage andauert. Die Betroffenen fühlen sich wie gemartert. Oft ist durch den Schluckauf der Schlaf gestört, so dass das Allgemeinbefinden allmählich als stark beeinträchtigt empfunden wird. Hält der Schluckauf länger an, schmerzen oft die Bauch- und Brustkorbmuskeln. Der ganze Mensch fühlt sich gequält, die Stimmung sinkt auf den Tiefpunkt und es ist nicht möglich, sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Leider fühlen sich die Mitmenschen durch das ständig wiederkehrende Geräusch oft eher genervt, als das sie Mitleid empfinden. Menschen, die einmal solch eine lang andauernde Schluckaufattacke hatten, neigen dazu, immer wieder solche Attacken zu bekommen.

SchluckaufDie Ursache des Schluckaufs ist ein plötzlicher Krampf des Zwerchfells. Das Zwerchfell ist ein großer Muskel, einer der wenigen quer verlaufenden Muskeln im menschlichen Körper. Das Zwerchfell schließt innen den Brustkorb nach unten zum Bauchraum ab. Im entspannten Zustand, nach dem Ausatmen, ragt es als Kuppel in den Brustkorb hinein. Wenn es sich beim Einatmen anspannt, begradigt sich die Kuppel, das Zwerchfell wandert nach unten und schiebt dabei die inneren Organe ebenfalls nach unten. Dadurch weiten sich die Lungen beim Einatmen zum Bauchraum hin und der Bauch kommt heraus (siehe auch Normale Atmung).

Beim Schluckauf geschieht das Zusammenziehen des Zwerchfells nicht langsam wie bei der normalen Einatmung, sondern plötzlich und stark, ohne Verbindung mit dem Atemrhythmus, ja der normale Atemstrom wird unterbrochen. Jeder Ansatz zur normalen Atembewegung des Zwerchfells stellt dann einen Reiz zur Verkrampfung des Muskels dar. Je stärker man den Schluckauf beachtet oder zu unterdrücken versucht, desto stärker wird er gewöhnlich, das heißt: desto mehr krampft das Zwerchfell. Harmloser Schluckauf lässt sich häufig durch Anhalten des Atems oder Ablenkung beseitigen.

Chronischer Schluckauf reagiert leider nicht auf so einfache Mittel. Beobachtet man einen Patienten, der unter Schluckauf leidet, kann man sehen, dass nicht nur das Zwerchfell krampft, sondern dass mehr oder weniger die gesamte Atemmuskulatur und das Bindegewebe / Faszien auf dieser Muskulatur verspannt sind. Diese Atemstörung kann man auch in den beschwerdefreien Intervallen wahrnehmen, also dann, wenn die Betreffenden nicht gerade von Schluckauf gepeinigt werden. Die Verspannung ist also chronisch. Allerdings sind die chronischen Verspannungen wie auch die Fehlatmung, die dem Schluckauf zugrunde liegen, dem Betroffenen gewöhnlich nicht bewusst. Er bemerkt davon in symptomfreien Intervallen meist nichts. Schluckauf ist hier vergleichbar den Wadenkrämpfen: sie kommen zwar plötzlich in den Waden, bilden sich aber nur in vorher schon chronisch verspannter Muskulatur, wobei sich die Verspannung gewöhnlich nicht nur auf die Waden, sondern via Fehlhaltung auf den ganzen Körper erstreckt (siehe Bewegunsstörungen Beine). Auch das ist dem betroffenen Patienten gewöhnlich nicht bewusst.

Behandlung

Beim normalen, kurz dauernden, selten auftreten Schluckauf erübrigt sich jede Behandlung, er verschwindet von allein oder mit Hilfe einfacher Hausmittel. Bei chronischem Schluckauf dagegen wird eine Behandlung mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® oft als Erlösung empfunden.

Man muss dabei zunächst feststellen, welche Muskeln außer dem Zwerchfell und welche Bindegewebspartien an der Verspannung und Verkrampfung beteiligt sind und diese nach und nach lösen. Fast immer hört im Verlauf einer Behandlungsstunde der Schluckauf auf. Allerdings erfordert es weitere Behandlungen, um die zugrunde liegenden chronischen Verspannungen endgültig zu lösen und um den Patienten ein neues, gesünderes Atemmuster lernen zu lassen.

Siehe auch

Bei ständigem Schluckauf helfen die Therapeuten der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl®, auf der Therapeutenliste.

Das Buch von Dr. Pohl

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