Zu den sonstigen Beinbeschwerden gehören


Überstarker Muskelkater in den Beinen

Es gibt Menschen, die bereits nach kürzerem Gehen oder Joggen einen unmäßig starken Muskelkater spüren. Hier hilft vor allem, sich die Laufökonomie anzuschauen. Läuft der Betreffende zum Beispiel nur mit den Beinen anstatt mit dem Becken, so ist es kein Wunder, wenn ihm am nächsten Tag die Beine wehtun. In diesem Fall sollte man den Gang via Körperbewusstseinstraining der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® entsprechend verändern. Ansonsten hilft pandikulieren und manuelle Behandlung der entsprechenden Muskeln und der zugehörigen Bindegewebspartien.


Nicht heilende Wunden am Unterschenkel

Speziell am Unterschenkel gibt es - abgesehen von Diabetesbeinen und langwierigen Venenentzündungen - auch bei sonst gesunden Personen oft kleinere Wunden, die einfach nicht zuheilen wollen. In diesem Fall hilft gewöhnlich die Bindegewebs- / Faszienbehandlung um die Wunde herum und soweit im Umfeld, wie es sich spürbar verfestigt hat.


Cellulite, Cellulitis

Cellulite, Cellulitis oder Orangenhaut bildet sich vor allem bei Frauen und zwar meist an den Oberschenkeln, manchmal auch an Hüften und Gesäß. Von außen sieht das von Cellulite betroffene Gebiet uneben mit Einziehungen versehen aus. Viele Frauen leiden unter diesem Schönheitsfehler und versuchen alle möglichen Behandlungsmethoden. Manchmal ist Cellulite auch schmerzhaft. Oft fühlen sich die betroffenen Stellen von außen kalt an, manchmal sind sie auch kälteempfindlich.

Bei der Cellulite oder Cellulitis handelt es sich ganz einwandfrei um verklumptes Unterhautbindegewebe, das sich zwischen oberster Hautschicht und Muskeln befindet. Das heißt, die Collagenfasern, die einen wesentlichen Bestandteil des Bindegewebes ausmachen, sind in unterschiedlichem Ausmaß zusammen gezogen, wodurch der unregelmäßige Eindruck entsteht. Dieses Bindegewebe / Faszien schmerzt, wenn man es zwischen den Fingern reibt, auch wenn es im Alltag nicht schmerzhaft ist.

In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandeln wir das verklumpte Bindegewebe / Faszien mehrfach mit der speziellen Bindegewebsbehandlung, die zur Sensomotorischen Körpertherapie gehört. Dadurch lösen sich die bei der Behandlung schmerzhaften Verklumpungen durch Zusammenziehung im Unterhautbindegewebe und der betroffene Körperteil wird schmerzfrei und erlangt ein glattes Aussehen. Um zu vermeiden, dass die Cellulite wieder entsteht, ist es oft notwendig, auch die Haltung und Bewegungsorganisation der Patientin zu ändern, indem diese zum Beispiel lernt, nicht mehr mit durchgedrückten Knien und damit mit ständig angespannten Oberschenkeln herum zu laufen bzw. zu stehen. Wir lehren sie mittels eines Körperbewusstseinstrainings neu zu stehen und zu gehen. Außerdem empfehlen wir viel Bewegung mit den dann lockeren Beinen aus der Körpermitte heraus.


Thromboseschmerzen

Vor allem akut auftretende Beinschmerzen können auch auf Thrombosen in den Beinvenen zurückzuführen sein. Dabei handelt es sich um Blutverklumpungen, die sich in Venen festsetzen. Sie treten vor allem im Rahmen einer Thrombophlebitis auf, das heißt einer Venen-Entzündung auf. Dann findet sich im betroffenen Gebiet auch eine Rötung, Schwellung und es ist heiß. Auch eine längere Ruhigstellung des Beins durch Gips oder Bettlägerigkeit kann zu Thrombosen führen. Thrombosen sind gefährlich, da sich solch ein Blutpfropf leicht als Embolus lösen, in den Blutkreislauf gelangen und damit eine Blockierung wichtiger Gefäße auslösen kann. Eine so verursachte Lungen- oder Herz-Embolie kann tödlich enden. Daher sollten Patienten mit akut auftretenden Beinschmerzen als erstes diese Möglichkeit abklären lassen. Allerdings suchen Patienten mit solchen Beschwerden praktisch nie als erstes einen Körpertherapeuten auf. Dennoch denkt man als verantwortungsbewusster Körpertherapeut auch an diese Möglichkeit und schickt die Patienten zur Untersuchung an einen Arzt, am besten an einen Phlebologen. Zwar können Thrombosen durch Verspannungen in der Beinmuskulatur zustande kommen, die Behandlung ist im akuten Zustand jedoch eine andere.

Die meist gleichzeitig vorhandenen Krampfadern sind dagegen harmlos. Es sind Aussackungen der Venen, die sich gebildet haben, weil der Abfluss zum Körper hin durch Verspannungen gestört ist. Leider bilden sie sich kaum zurück, auch wenn man die ursprünglich bedingenden Verspannungen löst. Man kann durch die körpertherapeutische Behandlung aber eine weitere Ausbreitung von Krampfadern verhindern.


Amputations- und Phantomschmerzen

Nach Amputationen kommt es häufig zu chronischen Schmerzen. Diese betreffen oft nicht nur den Stumpf, an dem die Operation stattgefunden hat, sondern auch das nicht mehr vorhandene Körperteil. Das nennt man Phantomschmerzen. Es gibt auch gespürte Phantombewegungen und andere Phantommissempfindungen. Moderne Schmerzforscher meinen heute, dass ich durch die der Amputation vorausgehende Erkrankung oder Verletzung vor allem aber durch die zur Amputation notwendige Operation ein Schmerzgedächtnis im Gehirn gebildet hat, das die Phantomschmerzen bewirkt. Sie empfehlen, bei der Operation zusätzlich zur Vollnarkose eine Lokalanästhesie durchzuführen, um die Entwicklung eines solchen Schmerzgedächtnisses zu verhindern.

Anders als diese Forscher, denke ich (Helga Pohl), dass sich dieses Schmerzgedächtnis nicht nur im Gehirn ausbildet, sondern dass es dort durch die eingehend Reize aus der Peripherie, die aus dem Stumpf kommen, aufrechterhalten wird. Daher behandeln wir in der Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® bei Amputations-, Stumpf- und Phantomschmerzen den Stumpf des amputierten Beines unten und zwar das Bindegewebe/Faszien. Dadurch können sich sowohl die Schmerzen am Stumpf selbst wie im Phantomglied geben.

All diese Beinbeschwerden behandeln die Therapeuten der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl®. Sie finden Sie auf der Therapeutenliste.