Wenn die Ischiasschmerzen vom Gesäß ausgehend ins Bein ziehen, ist das auf eine Dauerkontraktion des Piriformis-Muskels zurück zu führen. Man nennt das auch Piriformis-Syndrom.

Der Piriformis-Muskel kann den Ischiasnerven insofern quetschen, als Ischias und Piriformis-Muskel zusammen aus dem Bauchraum kommen, wobei der Ischias unter dem Piriformis-Muskel liegt. Ist der Piriformis dauernd angespannt und somit hart und verkürzt, kann er den unter ihm liegenden Ischias gegen die Knochenkante eines Foramens (Lochs) des Beckenknochens drücken. Ein Ausweichen ist an dieser Stelle nicht möglich. Man spricht bei dieser Art von Ischiasschmerzen auch von Piriformis-Syndrom. Die Patienten zeigen die zugehörigen Schmerzen in der Mitte der Pobacke und von da in der Mitte des Oberschenkels nach unten ziehend.

 

Woher kommt dieser Ischiasschmerz?

Der Piriformis-Muskel ist ein Außenrotator des Beins. Die Außenrotatoren sind Muskeln, die im Gesäß waagerecht verlaufen. Sind die Außenrotatoren angespannt, dreht es die Beine, sodass die Füße mit den Zehen nach außen zeigen. Das sieht man z. B. beim Ballett oder beim militärischen Hacken zusammen schlagen.

Sind die Außenrotatoren beider Beine in Dauerspannung

  • steht man gewöhnlich im Startmuster
  • hat man den typischen Charlie-Chaplin-Gang
  • und ist ein Anwärter auf Ischias- und Gesäßschmerzen auf beiden Seiten

Sind die Außenrotatoren nur auf einer Seite angespannt,

  • zeigt nur ein Bein mit dem Fuß nach außen
  • hat man eine Schiefhaltung Das Traumamuster
  • und ist Anwärter auf Gesäß- und Ischiasschmerzen auf der Seite des außenrotierten Beins

Was man gegen diese Ischiasschmerzen tun kann und wie man seine Fehlhaltung wieder loswerden kann, erfahren Sie unter Die Behandlung von Ischiasschmerzen.