Bewegungsstörungen der Beine
Zu den Bewegungsstörungen der Beine gehören
- Gangunsicherheit
- Breitbeiniger Gang
- Lähmungen
- Krampfneigung
- Unruhige Beine, restless legs
- Wacklige Knie
- Wacklige Sprunggelenke, häufiges Umknicken
- Eingeschränkte Kniebeugung
- Eingeschränkte Kniestreckung
Gangunsicherheit
Gangunsicherheit kommt öfter bei älteren Menschen vor, kann aber bei entsprechender Vorgeschichte auch schon jüngere treffen. Gangunsicherheit ist ein Zeichen von Versteifung, die aus Muskel- und Bindegewebsverspannungen resultiert. Aus der Unsicherheit heraus bekommen die Betroffenen oft Angst, überhaupt vor die Tür zu gehen, und
wenn sie es dann tun, werden sie vor lauter Angst, dass etwas passieren könnte, gleich noch steifer. Tatsächlich fallen sie dadurch oft, was natürlich wieder die Angst verstärkt. Ein Teufelskreis.
Die Gangunsicherheit mitsamt der Versteifung ist keine Altersbeschwerde per se. Man hat nur, je älter man wird, umso mehr Gelegenheit, sich die entsprechenden Verspannungen durch Fehlhaltungen, Bewegungsmangel, Verletzungen usw. zuzuziehen. Dadurch tritt Gangunsicherheit in höherem Alter häufiger auf.
In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® fragt man als erstes den Patienten, wo und wie er die Unsicherheit denn genau empfindet. Meist werden die Füße oder die Sprunggelenke genannt, oft auch die Oberschenkel vorn oder die Knie.
Außerdem schaut man sich an, wie der Betreffende eigentlich geht. Meist stellt sich heraus, dass er die Füße gar nicht abrollt, sondern sie unwillkürlich steif hält. Auch werden die und die Hüftgelenke beim gehen nicht gebeugt oder nicht gestreckt (beim normalen Gehen streckt und beugt man abwechselnd).
Die Gangunsicherheit ist kein Anzeichen von Muskelschwäche, sondern von Bindegewebsverspannung. Diese bewirkt, dass die darunter liegenden Muskeln im entscheidenden Moment nicht anspringen, obgleich sie kräftig genug wären. Daher behandelt man in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® als erstes immer das Bindegewebe an den Stellen, wo der Patient die Unsicherheit empfindet. Manchmal sieht man auch von außen, wie das Bein an diesen Stellen wackelt. Besonders gut kann man das im Einbeinstand sehen, wobei man den Patienten natürlich halten muss.
Durch die Bindegewebsbehandlung wird die Fuß- und Beinbewegung meist gleich viel sicherer. Außerdem zeigt man dem Patienten als Körperbewusstseinsübung, wie man die Füße abrollt und wie man beim gehen die Beine bewegt. Auch das Gehen mit dem ganzen Körper ist diesen Patienten gewöhnlich nicht vertraut und sie müssen es wieder neu lernen (das geht in jedem Alter!). Als Übungen sind auch Supinations- und Pronationsbewegungen gut, da durch auch die Beweglichkeit des Fußes vergrößert wird, was die Sicherheit erhöht.
Unsicherheit auf den Beinen und vornüber gebeugte Haltung bedingen sich oft gegenseitig (siehe unter »Stoppmuster«). Es führt also nicht nur die vorgebeugte Haltung durch das Übergewicht nach vorn, durch ständig gebeugte Knie und durch unbewegliche Sprunggelenke zu einem unsicheren Gang, sondern umgekehrt führt auch ein unsicherer Gang zu einer vorn über geneigten Haltung, da die Patienten sich beim Gehen immer auf die Füße schauen, weil sie der Regulation über das Spüren bei ihren Füßen nicht mehr trauen können (siehe »Nackenfehlhaltungen«). Solange die Unsicherheit in den Füßen fortbesteht, ist es in solchen Fällen praktisch unmöglich, die vornüber gebeugte Haltung zu aufzulösen. Man muss daher in diesen Fällen immer zuerst lokal, dann erst global behandeln.
Breitbeiniger Gang, schwankender Gang
Ist jemand unsicher auf den Beinen, besteht oft ein breitbeiniger Gang mit einem Hin- und Herschwanken beim Gehen von einer Seite zur anderen. Beim breitbeinigen Gang sind die Abduktormuskeln außen am Becken auf beiden Seiten angespannt. Beim Gehen werden weder die Knie noch die Sprunggelenke noch die Füße bewegt und die Beine werden mehr wie eine Art steifes Pendel eingesetzt, die das Becken über die Adduktoren hin und her schwingen. Die vertikale Beckenbewegung ist gewöhnlich ausgefallen, der ganze Körper inklusive Kopf schwankt beim Gehen nach rechts und links(bitte selbst ausprobieren).
In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® macht man den Betroffenen das Spezifikum ihres Ganges deutlich und lässt sie die normale Gangart ausprobieren. Dabei erkennt der Therapeut diejenigen Muskeln, deren normale Bewegung bei den Betroffenen zu Schmerz oder anderen Missempfindungen führt, weswegen sie in diese merkwürdige Gangart ausgewichen sind. Manchmal kann der Patient auch selbst zeigen, von welcher Stelle die Unsicherheit ausgeht, wegen der in den breitbeinigen Gang verfallen ist. Dann behandelt man in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® natürlich diese Muskeln bzw. das Bindegewebe auf ihnen und lässt den Patienten anschließend wieder die normale Gangart ausprobieren.
Lähmungen
Lähmungen, vor allem spastische Lähmungen wie nach Schlaganfall, bei Spastikern oder nach Polio behandelt man in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® als erstes über die Agonisten, nicht wie sonst bei der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® üblich über die Antagonisten. Kann also zum Beispiel jemand das Knie nicht beugen (und deshalb schlecht gehen), so behandeln wir als erstes nicht den Quadriceps sondern die Hamstrings und den Triceps surae und hier bevorzugt das Bindegewebe. Erst danach kann man eine Pandiculation der Hamstrings oder sonst ein in Bewegung bringen versuchen. Davor ist ja gerade das nicht möglich.
Nach unserer Behandlung sollte der Patient die wieder bewegliche Gliedmaße bis zur nächsten Behandlung so viel als möglich bewegen, da er sonst die neu erworbene Bewegungsmöglichkeit schnell wieder verliert. Leider fehlt vielen Langzeitgelähmten dazu oft die Motivation, da sie längst resigniert haben. Dann wird die Behandlung langwierig.
Auch peripher, zum Beispiel durch Unfälle, bedingte Bewegungseinschränkungen der Beine, können wie zentral bedingte Störungen erlebt werden. Vor allem ist die Vorstellung, wie dieses Bein oder dieser Fuß sich je wieder normal bewegen lassen soll, total verschwunden. Die Betroffenen machen daher von sich aus auch kaum Versuche, die Extremität wieder in Gang zu bringen. Man darf ihnen das nicht als mangelnde Motivation auslegen, sondern muss sie ermuntern, es doch zu probieren, auch wenn es jenseits ihrer Möglichkeiten zu liegen scheint. Man lernt das Gehen durch das Gehen, das heißt in der Aktion.
Krampfneigung in den Beinen
Generell neigen die Muskeln in den Beinen am häufigsten von allen Muskeln zum Verkrampfen. Krämpfe sind plötzlich einsetzende extreme Kontraktionen der Muskulatur, die von außen als Muskelverhärtungen und –verkürzungen spürbar sind. Am häufigsten sind die Waden betroffen, d.h. es kommt zu Wadenkrämpfen. Diese treten oft nachts auf und können extrem schmerzhaft sein. Die Krampfneigung geht meist vom Gastrocnemiusmuskel aus . Zuweilen sind bei Wadenkrämpfen auch nur Teile des großen Wadenmuskels betroffen. Meist schlucken die Menschen gegen Wadenkrämpfe Magnesium, was aber nur bei wirklich sehr schlechtem Ernährungszustand und starker sportlicher Überbeanspruchung hilft. Akute Wadenkrämpfe lassen sich meist am leichtesten durch einfaches Zusammenschieben der betreffenden Muskulatur beseitigen. Wadenkrämpfe neigen dazu, immer wieder zu kehren, und zwar immer an denselben Stellen. Das liegt daran, dass auch im nicht akuten Zustand, also wenn momentan kein Krampf zu spüren ist, die Wadenmuskulatur verspannt ist, wenn auch nicht so stark wie im Krampfzustand. Das lässt sich von außen leicht ertasten: die Wadenmuskulatur ist im Ruhezustand härter als sie sein sollte.
Ursache dieser chronischen Verspannungen der Wadenmuskulatur, die den Wadenkrämpfen zugrunde liegen, sind meist Fehlhaltungen des Körpers und/oder der Füße. Am häufigsten ist die Krampfneigung der Wadenmuskulatur bei Startmuster, d.h. einer Hohlkreuzhaltung mit zurück gebeugtem Oberkörper. Dabei ruht das Gewicht des Körpers auf den Fersen und die Wadenmuskeln sind in ständiger Anspannung, um das Gewicht gegen die Schwerkraft zu hallten.
Die Behandlung von Wadenkrämpfen mit der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® gilt daher neben der chronisch verspannten Wadenmuskulatur auch der Beseitigung der Fehlhaltung. Die einzelnen Verfahren der Sensomotorischen Körpertherapie werden dabei individuell eingesetzt. Mit Pandiculations, Myogelosen- oder Triggerpunktbehandlung behandelt man außer den Waden auch den Rücken und führt ein Körperbewusstseinstraining durch, damit der Patient seine Fehlhaltung im Alltag erkennen und ändern kann. Spezielle Übungen ergänzen das Programm.
Außer den Waden krampfen gern die Muskeln auf der Rückseite der Oberschenkel. Auch diesen akuten Krämpfen liegt meist eine Dauerkontraktion von Muskeln und Bindegewebe zu Grunde, meist durch ständig gebeugte Beine. Eine „dumme Angewohnheit“, bei der man sich solche Dauerkontraktionen zuzieht, ist zum Beispiel, mit zurück gezogenen Füßen und Unterschenkeln mit ständiger Spannung in den Beinen zu sitzen. Auch beim Autofahren neigen manche Menschen dazu, die Beine, vor allem das rechte, ständig angespannt zu halten.
Die Behandlung mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® gilt hier wieder nicht nur chronischen Verspannung in Muskulatur und Bindegewebe, sondern auch der Beseitigung von Fehlhaltung bzw. „dummer Angewohnheit“, um die Krampfneigung dauerhaft zu beseitigen.
Ist eine entsprechende Pandiculation zunächst nicht möglich, weil sie gleich zu einem Krampfzustand führt, behandelt man in der sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl zuerst den betreffenden Muskel, bzw. das Bindegewebe darauf und pandiculiert erst anschließend.
Es gibt Menschen, die bei jeder Art von Übungen gleich mit einem Krampf reagieren. Das ist darauf zurück zu führen, dass sie stereotyp, sobald sie eine Bewegung machen, vor allem eine, die sie für anstrengend halten, immer wieder dieselben Muskeln erstmal in Dauerkontraktion bringen, ohne das zu wissen. Diesen Menschen lässt man in der sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® zunächst diese Angewohnheit als parasitäre, unnötige Anstrengung bewusst werden. Man lässt sie dafür die unnötigen Anstrengungen zunächst erstmal willkürlich bei anderen Bewegungen ausführen und dann die Bewegungen ohne die zusätzliche Anstrengung ausführen.
Ansonsten behandelt man die Krampfneigung über Bindegewebe und Muskulatur. Anschließen kann man mit einer probeweisen Pandiculation feststellen, ob der betreffende Muskel noch krampft.
Unruhige Beine, Restless legs
Der Ausdruck Restless Legs (unruhige Beine) ist eine reguläre Krankheitsbezeichnung. Es handelt sich bei Restless Legs um folgende Beschwerden: wenn die Betroffenen sich nachts zur Ruhe legen, überkommt sie eine Missempfindung und ein Unruhegefühl in den Beinen, verbunden mit einem nicht steuerbarer Drang, die Beine zu bewegen. Oft fangen die Beine an, unkontrolliert zu zucken und zu schlagen. Restless Legs werden als sehr quälend erlebt, vor allem, wenn die Störung mit massiven Schlafstörungen einhergeht. Vereinzelt gibt es solche Restless Legs auch tagsüber.
Die Ursache von Restless Legs ist in der Medizin unbekannt. Manchmal hilft die Gabe von Eisen. Durch Parkinson-Medikamente lässt sich der Bewegungsdrang des Beins oder der Beine nur dämpfen aber nicht beseitigen. Es entsteht ziemlich regelmäßig eine Tendenz zur Steigerung der Medikamentenzufuhr. Die Medikamente werden gewöhnlich nach einiger Zeit unwirksam.
In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® fragt man bei Restless legs zuerst die Patienten, wo genau sie das Unruhegefühl und den Drang zur Bewegung verspüren. Meist werden die Oberschenkel vorn gezeigt. Es kann auch die Rückseite der Beine, also die Beugeseite gemeint sein. Manchmal werden auch die Unterschenkel oder die Füße als Unruhestifter gezeigt. In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® hat sich gezeigt, dass Unruhe und Bewegungsdrang der Restless legs von dem verspannten Bindegewebe auf den Muskeln ausgehen, wo der Patient die Unruhe spürt. Man behandelt daher mit einer ganz speziellen, schmerzhaften Bindegewebsbehandlung die betroffenen Stellen an den Beinen, wodurch sich nach einigen Behandlungen die Störung verliert und die Beine sich wieder normal anfühlen und verhalten.
Wacklige Sprunggelenke, häufiges Umknicken
Wacklige Sprunggelenke führen zu Gangunsicherheit und häufigem Umknicken nach innen oder außen. Oft tragen die Betroffenen Spezialschuhe, die über den Knöchel nach oben reichen und in die feste Schienen eingearbeitet sind. Leider geben diese Schuhe den Betroffenen zwar momentan ein sicheres Gefühl, verschlechtern à la longue das Leiden aber eher, da sie jede Supinations / Pronationsbewegung unterbinden.
In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® haben wir festgestellt, dass wacklige Sprunggelenke und häufiges Umknicken der Füße wie fast alle Schwächegefühle auf Bindegewebsverspannungen zurück zu führen und daher auch durch Behandlung des Bindegewebes zu beseitigen sind. Es handelt sich um keine Muskelschwäche, weswegen auch das Auftrainieren von Muskeln nicht hilft.
In der sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandelt man daher bei wackligen Sprunggelenken und umknickenden Füßen vor allem das Bindegewebe rund um die Sprunggelenke und auf den Supinatoren und Pronatoren Auf der Seite, auf die der Fuß hinknickt, herrscht meist die größere Verspannung. Als Hausaufgabe zeigt man den Betroffenen Supinations / Pronationsübungen. Um festzustellen, ob sich das Leiden weiter nach oben fortsetzt, untersucht man in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® auf Körperschief-Haltung, O-Bein bzw. X-Beine und behandelt gegebenenfalls entsprechend, um durch veränderte Gesamtbeweglichkeit einen bleibenden Behandlungserfolg zu erzielen.
Knie lässt sich nicht (kaum) beugen
Alle im Alltag durchgedrückten Knie weisen bei Überprüfung eine eingeschränkte Beugefähigkeit auf. Diese Bewegungseinschränkung ist am häufigsten mit Knieschmerzen verbunden. Sie ist sehr lästig, wenn man sich zum Beispiel nicht mehr richtig bücken kann. Man kommt einfach nicht mehr herunter, um etwas aufzuheben.
In der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® behandelt man mit Pandiculations, Myogelosen- und Bindegewebsbehandlung den Quadrizeps-Muskel, der sich in diesen Fällen immer in Dauerkontraktion befindet.
Außerdem hält man nach einer Startreflex-Haltung (siehe »Startmuster«) Ausschau, also nach einer Hohlkreuzhaltung, bei der sich der Oberkörper weiter hinten befindet als das Becken. Bei dieser Haltung sind die Knie immer durchgedrückt. Lässt nur ein Knie sich schlecht beugen, handelt es sich meist um eine Schiefhaltung mit ungleicher Gewichtsverteilung. Hier ist im Alltag das Knie desjenigen Beines ständig durchgedrückt, auf dem mehr Gewicht lastet. Je nach Haltung behandelt man in der Sensomotorischen Körpertherapie nicht nur das Knie selbst, sondern das jeweilige Spannungsmuster, das sich durch den ganzen Körper zieht.
Sehr wichtig ist bei der eingeschränkten Beugefähigkeit der Knie das anschließende Körperbewusstseinstraining der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl®, um die Patienten daran zu hindern, wieder eine für sie schädliche Angewohnheit einzunehmen, die ihren Beschwerden zugrunde liegt. Die meisten Patienten müssen nach den manuellen Behandlungen neu gehen lernen.
Knie lässt sich nicht strecken
Wegen der Abhängigkeit der einzelnen Beinmuskeln beim Bewegen in der Schwerkraft voneinander, hat jemand, der ständig gebeugte Knie hat, gewöhnlich auch dauernd gebeugte Hüftgelenke und eine Dorsalflexion des oberen Sprunggelenks und es sind auch die Kniestrecker angespannt, so dass sich das Bein auch nicht ganz beugen lässt. Diese weiteren Bewegungseinschränkungen überprüft man in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® als erstes.
Wegen der mangelnden Kniestreckung kann man die mit Sicherheit in Dauerkontraktion befindlichen Kniebeuger pandikulieren und deren Muskeln und Bindegewebe behandeln. Dann behandelt man auch die Hüftbeuger und die Kniestrecker. Im anschließenden Körperbewusstseinstraining der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® geht es im Wesentlichen darum, Positionen im Alltag zu vermeiden, bei denen man die Knie in Dauerbeugung bringt (z.B. nicht am Schreibtisch mit nach hinten geklappten Unterschenkeln zu sitzen), bzw. zu lernen, dass man beim Gehen die Beine an einem Punkt auch streckt, so dass man nicht mit dauernd gebeugten Beinen geht. Als Ganzkörperbehandlung muss man häufig alles tun, um das Stoppmuster, also die vorgebeugte Haltung aufzulösen, denn dieses Fehlhaltungsmuster ist am häufigsten mit gebeugten Knie verbunden.
Schlotterknie, wacklige, unsichere Knie
Schlotternde Knie treten vor allem bei akuter Angst auf und geben sich von allein, wenn das Grundleiden erfolgreich behandelt ist. Siehe unter »Angst« und den Artikel
Wacklige, unsichere Knie ohne akuten Angstzustand kommen meist durch Bindegewebsverspannungen im Quadricepsbereich zustande. Sie gehen mit einem Gefühl der Unsicherheit einher, das die meisten davon Betroffenen dadurch zu beheben suchen, dass sie sich in den Beinen steif machen, indem sie die Quadrizepsmuskeln vermehrt angespannt halten und mit durchgedrückten Knien stehen, wodurch sie ihr Leiden aber noch verstärken, d.h. immer unsicherer in den Knien werden.
In diesem Fall kommt vordringlich die Bindegewebsbehandlung der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® zum Einsatz. Außerdem pandiculiert man die Quadrizepsmuskeln. Im anschließenden Körperbewusstseinstraining der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® geht es darum, spüren zu lernen, wie sicher lockere Knie sind (siehe oben unter Knie lässt sich nicht beugen) und wie die Bewegung mit lockeren Knien durch den ganzen Körper geht. Meist muss man neu gehen lernen.
Therapeuten, die mit »Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl®« behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste.