Innere Unruhe

Bei innerer Unruhe können sich folgende Beschwerden finden

  • Innere Unruhe
  • Aufgeregtheit
  • Nervosität
  • Überempfindlichkeit
  • Schlaflosigkeit, weil zu aufgeregt
  • Innere Getriebenheit
  • Ruhelosigkeit
  • Konzentrationsmangel
  • Herzrasen
  • Schnelle, z.T. aber sinnlose Bewegungen
  • Unpräzise Wahrnehmungen

Die Innere Unruhe ist ein unspezifischer Erregungszustand, unspezifisch deshalb, weil er nicht mit Gefühlen wie Angst oder Wut verbunden ist, aber trotzdem als unangenehm empfunden wird. Die Betreffenden fühlen sich als hätten sie 20 Tassen Kaffee getrunken, sie können innerlich nicht zur Ruhe kommen, nicht abschalten. Aus diesem Grund liegen sie sie nachts oft stundenlang wach, wobei sie sich innerlich aufgeregt fühlen. Das ist ein deutlicher Unterschied zur normalen Schlaflosigkeit, wo der Betreffende nichts Besonderes fühlt, also auch keine Aufregung.

Auch bei der Inneren Unruhe besteht gewöhnlich eine Neigung zur Hyperventilation. Es ist aber gewöhnlich kein direktes Angstgefühl vorhanden. Man erkennt das schnelle Atmen oft beim Sprechen: der Betreffende spricht sehr schnell, die Ausatmung ist dabei verkürzt, im Sprechen wird oft abgesetzt und hörbar nach Luft geschnappt. Das schnelle Atmen setzt sich oft fort in nervös gehetzt schnelle Bewegungen, oft ist es auch an allerlei Zappeleien sichtbar (mit dem Fuß klopfen, die Hände ringen usw.). Manchen dieser Menschen merkt man aber äußerlich überhaupt nichts an. Die schnelle Bewegung bei innerer Getriebenheit ist nicht zu verwechseln mit Schnelligkeit aus Temperament. Letztere wirkt qualitativ deutlich anders: harmonischer, fließend in der Bewegung, heiter und gelöst.

Innere Unruhe wird meist an der Vorderseite des Körpers empfunden, bevorzugt am Brustkorb.

Daher gilt es in der der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® bei Aufregung und inneren Unruhe wiederum heraus zu finden, wo genau an der Vorderseite des Körpers eine Missempfindung gespürt , bzw. die Hyperventilation ausgelöst wird, und dann geht es darum, diese Stellen zu behandeln.

„Langsames Atmen" ist eine gute Selbsthilfemethode, ebenso wie natürlich alle Übungen, die die Atemmuskulatur lockern und weiten.

Siehe unter

In der Praxis wird ein Therapeut je nach seiner therapeutischen Ausrichtung die körpertherapeutische Behandlung in psychotherapeutische Gespräche einbinden und dabei auch auf die Inhalte der Unruhe und deren aktuelle und lebensgeschichtliche Verankerung eingehen.


Therapeuten, die Innere Unruhe körpertherapeutisch und medikamentenfrei behandeln, stehen auf der Therapeutenliste.