Angst und Depression
Neue Sichtweise
Angst und Depression werden gewöhnlich als rein psychische Vorgänge gesehen. Hier wird jedoch die Meinung vertreten, dass Angstzustände und Depressionen dem Schmerz und anderen Missempfindungen wie Schwindel oder Übelkeit) sehr verwandt sind. Bei all diesen Phänomenen handelt es sich um Missempfindungen des Organismus, bei denen man nicht Körper und Seele unterscheiden kann. Wie alle anderen Missempfindungen sind Angst und Depressionen mit Dauerkontraktionen in Muskulatur und Bindegewebe, also außen am Körper, verbunden, ohne die sie nicht wären. Daher lassen sie sich auch äußerlich behandeln.
Diese Sichtweise ist ungewöhnlich und erfordert ein gewisses Umdenken. So sind wir zum Beispiel zu fragen gewohnt: Wo tut´s denn weh? Und: wovor hast Du Angst? Aber nicht „wo spürst Du denn Deine Angst?“. Genau das aber tun wir in der Sensomotorischen Körpertherapie. Dabei kommt heraus, dass Menschen sehr gut angeben können, wo sie die Angst spüren und dass die Antworten auf diese Frage alle relativ gleich ausfallen: Angst spüren eigentlich alle Menschen auf der Vorderseite des Rumpfes, die einen eher am Brustkorb, die andern eher am Oberbauch, manche auch am Hals vorn.
Genau an den Stellen, wo die Betroffenen ihre Angst- und/oder Bedrückungs- und Beklemmungsgefühle zeigen, lassen sich mit der tastenden Hand Verspannungen in Muskulatur und/oder Bindegewebe finden. Außerdem kann man von außen sehen, dass an den gezeigten, verspannten Stellen die Atembewegung eingeschränkt ist, die Atemmuskulatur sich also nicht ausreichend bewegt. Daher kann man Angst und Depressionen als mit Atemstörungen verbundene Phänomene sehen.
Siehe Artikel
Relativ häufig kommt es vor, dass Patienten zwar von ihrer Depression reden, es sich dabei aber nur um eine ärztliche Diagnose handelt, und die Patienten in Wirklichkeit unter Angstzuständen leiden. Manche Patienten halten auch „Depression“ für sozial akzeptabler als „Angst“. Daher ist es in der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® hier ganz besonders wichtig, die Patienten genau danach zu fragen, was sie wie spüren.
Siehe weiter unter:
- Angst
– Phobien
– Panikattacken
– Diffuse Ängste
– Generalisierte Angststörung
– Zwangsgedanken und -handlungen - Depression
- Innere Unruhe
Angst und Aufgeregtheit kommen natürlich oft zusammen oder abwechselnd beim selben Patienten vor. Ebenso gibt es die Kombination Depression und innere Unruhe, wie auch Depression alternierend mit Angst.
Therapeuten, die mit »Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl®« behandeln, finden Sie auf der Therapeutenliste.